Mourners - Act I: Tragedies

CD Reviews, Mourners - Act I: Tragedies

Auferstanden aus Ruinen, und zwar aus denen der Doom-Metal-Legenden EYE OF SOLITUDE. Und so fühlen sich die aus Rumänien stammenden MOURNERS natürlich dieser großartigen Tradition verpflichtet, aber zugleich haben sie sich die Devise „weniger Kompromisse“ auf die Fahnen geschrieben.

Dementsprechend kommt der Sound noch düsterer, noch schwermütiger und noch infernaler daher. Gibt sich das kurze, instrumentale Intro „Apparitions“ noch recht versöhnlich, so zeigt einem der eigentliche Opener „The Way Of Darkness“ in eindrucksvoller Manier, was wahre Schwermut, was wahre Niedergeschlagenheit, was wahre Trostlosigkeit bedeutet. Dabei muss die letztere Charakterisierung gleich ein wenig relativiert werden, denn immer wieder schimmert ein kleiner Funken Hoffnung in der Düsternis des Sounds.

'Souls Breathing Nothingness' geht den eingeschlagenen Weg der intensiven, doomigen Entschleunigung konsequent weiter, zumal dadurch die raue, urtümliche Brachialität ihr zerstörerisches Werk umso gründlicher zu verrichten vermag, obwohl es auch hier Oasen der atmosphärisch-hoffnungsvollen Nachdenklichkeit gibt, die durch eine angenehme Eingängigkeit das kalte Herz doch zu wärmen vermag.

'Ansu Enthroned' entwickelt sich im Spannungsfeld von brachialer Riffigkeit und nachdenlicher Atmosphärik, wohingegen 'Forms Of Delusion' der mit Abstand „fröhlichste“ Track des Longplayers ist, spielt er doch in überaus gelungener Art und Weise mit funeraler Festlichkeit und melodischer, energetischer Martialität. Der Rausschmeißer 'Journey In Fear' schließlich lässt dann passend zum gegenwärtigen Wintereinbruch gekonnt die Hölle zufrieren.

Fazit: Tradition? Ja! Kompromissbereitschaft? Nein! Die atmosphärischen Doom-Metaller von MOURNERS sehen sich zwar in der direkten Nachfolge der Genre-Veteranen EYE OF SOLITUDE, ihr Sound auf ihrem Debütalbum „Act I: Tragedies“ frönt aber in ungehemmter Manier der infernalen Schwermut, der wehmütigen Niedergeschlagenheit und der sehnsuchtsvollen Trostlosigkeit, denen aber immer wieder auch ein funeral-hoffnungsvolles Moment abgerungen werden kann.

Tracklist

01. Apparations
02. The Way Of Darkness
03. Souls Breathing Nothingness
04. Lost
05. Ansu Dethroned
06. Forms Of Delusion
07. Journey In Fear

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