My Grain - V

CD Reviews, My Grain - V

Sie sind zurück! My Grain aus Finnland, präsentieren Longplayer "V".
Können sie an den Vorgänger "Planetary Breathing" anknüpfen?
Nachdem My Grain 2013 "Planetary Breathing" veröffentlichten und ausgedehnt getourt hatten, kam 2015 die Meldung der Bandauflösung, bzw. einer Pause auf unbestimmte Zeit.
Als dann 2018 die EP "III" rauskam konnte ich meinen Ohren kaum trauen. Da waren sie also doch wieder zurückgekommen und nun, zwei Jahre später, folgt endlich Longplayer Nr. 5 mit dem einfachen Titel "V".
Der erste Hör-Durchgang war dann allerdings etwas ernüchternd. Mit "The Nightmare" und "Out of this Life" kam es mir so vor, als gäbe es nur "Knüppel aus dem Sack". Oder ist da noch irgendwo was versteckt, das an Songs wie "Dreamscape" oder "Waking up the Damned" erinnert?
Man muss zwar nicht immer die gleichen Songs schreiben, aber immer härter und scheller werden? Haben Soilwork irgendwann auch mal so gemacht, aber dabei immer wieder kleine Hits produziert.
Aber nicht jedes Gehör ist gleich und so reift "V" bei jedem Durchgang bei mir immer mehr und die Feinheiten kommen zum Vorschein. So kann sich die melodische Komponente in "The Nightmare" auch im Refrain hören lassen. "Summoned Duality" gefällt mir dann schon richtig gut und hat den "My Grain-Sound" den ich liebe.
Auch bei "Haunted Hearts" geht es im My Grain-Style weiter. Einzig das Strophen-Riffing erinnert mich doch sehr an IN FLAMES´ "Only for the Weak". Ebenso hat  "Game of Gods" einen gewissen IN FLAMES-Faktor, der dem Song aber gut zu Gesicht steht. "Fathomless Fall" lässt mich dann ebenfalls aufatmen, dass My Grain ihren Stil beibehalten haben "Waves of Doom" ist dann zum Schluss noch mal sehr experimentell. Vom Akkustik-Gitarren-Intro, zum Dimmu Borgir Orchester Black Metal, über einen space-mäßigen Instrumental-Mittelteil, bis hin zu einem Songende, das aus allen Teilen besteht. Experiment geglückt, würde ich sagen!

My Grain haben mit "V" ein Album geschmiedet, dass sich Hören lassen kann! Schade, dass Tastenfrau Eva nicht mehr dabei ist, die mit ihren Sounds dann doch für das gewisse Etwas gesorgt hat und die "Space-Metal-Komponente" aufrecht erhalten hat.
Sicherlich ist "V" eine Weiterentwicklung gegenüber "Planetary Breathing", mit vielen guten Songs, aber nicht der Hit-Dichte des Vorgänger-Albums.




Line Up

Tuomas „Tommy“ Tuovinen – Vocals
Teemu Ylämäki – Gitarre
Joni Lahdenkauppi – Gitarre
Jonas Kuhlberg – Bass
Janne Mikael Manninen – Drums

Tracklist

  1. The Nightmare
  2. Out Of This Life
  3. Summoned Duality
  4. The Way Of The Flesh
  5. Haunted Hearts
  6. The Calling
  7. Game Of Gods
  8. Stars Fading Black
  9. Fathomless Freefall
  10. Waves of Doom

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