Nightbearer – Tales of Sorcery and Death

CD Reviews, Nightbearer – Tales of Sorcery and Death

Leise rieselt der Schnee. Von wegen. Weißes Pulver kennen die meisten Kids heute ja nur noch in Tütenform. Doch vor knapp 30 Jahren gab es tatsächlich noch Frost und Schnee in unseren Breitengraden. Und gleichzeitig sorgten einige (vor allem) skandinavische Bands mit ihren Debütalben für die Geburtsstunde eines neuen Genres: Death Metal. Und obwohl sich seither viel geändert hat, funktioniert diese Musik noch heute.
Den Beweis erbringen NIGHTBEARER, die am Nikolaustag ihr Longplay-Debüt aus dem Sack lassen, nachdem im vergangenen Jahr bereits eine EP ins Rennen geschickt worden war. Optisch erinnert das Coverartwort von „Tales of Sorcery and Death“ an Mordor, musikalisch werden jedoch eher Erinnerungen an Genregrößen wie ENTOMBED, DISMEMBER, EDGE OF SANITY & Co wach. Während NIGHTBEARER bei ihrem Opener direkt mächtig aufs Gas drücken, versteht sich die Band durchaus auch auf langsamere Stücke, wie beispielweise im brutalen „The Gods May Weep“. Doch auch bei höherer Drehzahl streuen die  Nordrhein-Westfalen immer wieder melodische Leads ein. Der eingängige Refrain von „Lycantrophic Death Squad“ erinnert sogar an die Kollegen von REVEL IN FLESH. Selbstverständlich wird in der Riffabteilung amtlich gesägt und die Rhythmusabteilung sorgt für gelungene Tempiwechsel, so dass man nicht nur mit stupidem Gebolze vor den Kopf gestoßen wird – man höre sich z.B. „Daggers in the night“ an. Und auch in „The watcher Bewteen The World“ gelingt es der Band durch gelungene Arrangements einen schönen Spannungsbogen aufzubauen. Richtig atmosphärisch – schon fast in Richtung Black Metal – geht es dann zu Beginn des Rausschmeißers „The Dead Won’t Sleep Forever“ zu, bevor die Truppe mit brutalen Slo-Mo Riffs zum Abriss ansetzt. Mit dem Song gelingt den Jungs definitiv am Ende noch ein Highlight, welches wohl gerne als gelungener Cliffhanger zum nächsten Album verstanden werden darf.
Mit ihrem Debütalbum beweisen NIGHTBEARER, dass sie die Rute nicht nur im Säckle haben, sondern auch mit ihr zu dreschen verstehen. Zwar ist die Konkurrenz mit REVEL IN FLESH, FLESHCRAWL, SENTIENT HORROR, SARCASM, CREEPIN FLESH oder BODYFARM derzeit extrem hoch, doch NIGHTBEARER müssen sich mit ihrer ersten Duftmarke keineswegs verstecken. Im Gegenteil, mit „Tales of Sorcery and Death” steigen Michael, Dominik und seine Mannen auf wirklich hohem Niveau in den Death Metal Ring. NIGHTBEARER leisten mit ihrem Debüt einen Beitrag dazu, dass der letzte Monat des Jahre 2019 vielen Fans als DEATHzember auch in einigen Jahren noch positiv in Erinnerung sein wird. 

Line Up

Beware The Necromancer
As Cold As Their Eyes
Lycantrophic Death Squad
Tales Of Sorcery And Death
The Gods May Weep
All Men Must Die
Daggers In The Night
The Watcher Between The World
Vile Flame Of Udun
The Dead Won't Sleep Forever

Tracklist

Beware The Necromancer
As Cold As Their Eyes
Lycantrophic Death Squad
Tales Of Sorcery And Death
The Gods May Weep
All Men Must Die
Daggers In The Night
The Watcher Between The World
Vile Flame Of Udun
The Dead Won't Sleep Forever
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