POPA CHUBBY - Emotional Gangster

CD Reviews, POPA CHUBBY - Emotional Gangster

Die "Pummelfee" des Blues, mit nun mittlerweile über 30 Jahren Bühnenpräsenz, gibt sich die Ehre mit dem Album Emotional Gangster soliden Blues abzuliefern und sich mit Covern wie The Hoochie Coochie Man und Dust My Broom vor seinen Idolen zu verneigen.

Als Gitarrist assoziere ich beim Künstlernamen POPA CHUBBY das Bild eines der pekigsten Stege auf einer E-Gitarre, die ich jemals gesehen habe. Da hat sich der ganze Bühnen- und Studioschweiß mit anderen Feststoffen vereint. Die Hauptgitarre des deutschen Thomas Blug (war u. a. mal Gitarrist bei TIC TAC TOE, war für Jahrzehnte Sounddesigner beim deutschen Verstärkerhersteller Hughes & Kettner, ist seit einigen Jahren mit eigener Verstärkerfirma höchstinnovativ, und wurde mal durch die Firma Fender in einem offenen Wettbewerb zum Stratking of Europe gekührt) kommt trotz regelmäßigen Refrettings und Wartung gleich dahinter.

Wer ist eigentlich POPA CHUBBY? 1960 in New York geboren, lautet sein Klarname Theodore Joseph Horowitz. Seitdem er sechs ist, spielt er Gitarre. Seit 1991 veröffentlicht er Platten. Und da sind bis heute viele, viele Scheiben veröffentlicht worden. Aus Gitarrenmagazinen und Musikerforen war er mir ein Begriff, aber mit seiner Musik hatte ich bis dato keine Berührungspunkte. Somit stellt Emotional Gangster mein erstes Mal POPA CHUBBY dar.
Der Bandsound und die Arragements gefallen mir, das klingt sehr authentisch und nicht überproduziert. Die Kompositionen bleiben nicht sofort hängen, wie es z. B. JOE BONAMASSA gelingt. Beim ersten Durchhören war es nur das Lied Fly Away, was sofort zündete. Es liegt auch an der Widmung des Stücks an alle Väter von Töchtern, wenn jene flügge werden. Aufgrund aktueller geopolitischer Sachverhalte sticht dann noch Why You Wanna Make War ins Auge. Der Rest - abgesehen vom Cover Hoochie Coochie Man - braucht Zeit zum Verinnerlichen.
Sein vokaler Vortrag spiegelt Eigenständigkeit wider. Und am Gitarrenspiel findet man keinen Makel. Das Solieren dient nicht der Geltungssucht, sondern dem jeweiligen Song. 

Im contempory Blues sind mir HENRIK FREISCHLADER, JOE BONAMASSA und AYNSLEY LISTER näher als POPA CHUBBY. 
Emotional Gangster ist ein rundum gutes Album, verleitet mich aber nicht dazu, nun den Backkatalog POPA CHUBBYs erschließen zu wollen.  

  


Line Up

Popa Chubby - Gesang, Gitarre
Rest: k. A.

Tracklist

01 Tonight I’m Gonna Be The Man
02 New Way Of Walking
03 Equal Opportunity
04 Hoochie Cootchie Man
05 Save The Best For Last
06 Why You Wanna Make War
07 Dust My Broom
08 I’m The Dog
09 Doing OK
10 Fly Away
11 Why You Wanna Make War (French Version)
12 Master Ip (Instrumental, Bonus Track CD only)
 


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