Poverty’s No Crime – A Secret to Hide

CD Reviews, Poverty’s No Crime – A Secret to Hide

Dass Deutschland eine Progressive Metal Szene hat, geht manchmal etwas unter. Neben VANDEN PLAS, RPWL, SUBSIGNAL (oder auch SIEGES EVEN) tauchte der Name POVERTY’S NO CRIME schon in den frühen 90er Jahren auf. Der ging an mir leider vorbei, bzw. checkte ich die Band nicht. Was schade ist, denn das was ich hier höre ist ziemlich stark.
Der Opener „Supernatural“ glänzt mit Einflüssen von THRESHOLD und SHADOW GALLERY. Sehr positiv fällt der angenehme Gesang von Gitarrist Volker Walsemann auf, der die recht melodische und (nicht zu) komplexe Struktur mit schönen Harmonien verfeinert. Es scheint hier nicht um Gedudel, sondern in erster Linie um den Song zu gehen. Man hört den Musikern aber durchaus ihr Können an. Das treibende „Flesh and Bones“ kann für erste Aha Effekte Sorgen und zählt zu meinen Favoriten. Bei „Green to Grey“ wird in der Strophe allerdings zu offensichtlich bei den EURYTHMICS geklaut. Diese Nummer ähnelt von der Gesangsmelodie sehr „Sweet Dreams“, dem ersten Hit von Annie Lennox und David A. Stewart. „Within The Veil“ kommt eher behaglich melancholisch um die Ecke, ist nicht schlecht, trifft mich aber nicht wirklich. Das Instrumental „The Great Escape“ leitet das sehr starke letzte Drittel des Albums ein und kann einiges wieder gut machen. Hier wird es komplexer und Gitarren und Keyboards können ihre Soli etwas ausweiten. Die Spannung kann sechs Minuten gehalten werden und geht passend zum düster atmosphärischen „Shizophrenic“ über. Hier tobt sich die Band aus und erzeugt durch ein Konzept (?!) weitere Spannung. Der passende Refrain bleibt hängen. Es handelt sich auch um den eigentlichen Titelsong, denn „Secret to Hide“ taucht oft im Chorus auf. Beim längsten Stück „In The Shade“ kann die Band sogar noch einen draufsetzen. Mystisch melodisch fängt die Nummer an, um sich interessant zu steigern. Zwischendrin dann noch einmal eine melodische Bridge, bevor der Song einige Wendungen nimmt, um beim Schluss zu implodieren. Das weckt Interesse auf mehr der Norddeutschen. Ich werde mich wohl mit der Discographie der Band auseinandersetzen müssen.
„Secret To Hide“ ist ein gelungenes, melodisches Progressive Metal Album geworden, aus dem mehr hätte werden können. Da gerade die Albummitte etwas abfällt muss ich 2 Punkte abziehen. Dass dann aber immer noch 11 von 15 Punkten bleiben sollte einiges aussagen. POVERTY`S NO CRIME ist eine starke deutsche Progressive Metal Band die eure Aufmerksamkeit verdient hat.

Line Up

Volker Walsemann (vocals, guitars)
Marco Ahrens (guitars)
Jörg Springub (keyboards)
Heiko Spaarmann (bass)
Andreas Tegeler (drums)

Tracklist

1. Supernatural 8:01
2. Hollow Phrases 6:15
3. Flesh and Bone 7:08
4. Grey to Green 8:46
5. Within the Veil 6:09
6. The Great Escape 6:08
7. Schizophrenic 6:13
8. In the Shade 10:12

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