Rotor - Sechs

CD Reviews, Rotor - Sechs

Im 20. Jahr des Bestehens legen die Stoner Rocker ihr sechstes Album vor und gehen ihren Weg konsequent weiter.
Man kann es wie MORBID ANGEL kompliziert angehen und sich mit den Albumtiteln durch das Alphabet ackern. ROTOR machen es sich leichter und nummerieren weiterhin durch. Das es-sich-Leichtmachen gilt aber nicht für das Songwriting.
Jetzt aber erstmal herzlichen Glückwusch zum 20. nach Marzahn. Wenn man von der Tatsache absieht, dass zum letzten Album ein zweiter Gitarrist dazukam, ist das Line Up seit der Gründung konstant. Auch das sagt viel über die Band.
Als grobe Überschrift passt für ROTOR wohl weiterhin Stoner Rock am besten. Allein dadurch, dass das Quartett weiterhin komplett ohne Gesang auskommt sticht es aus der Masse heraus. Dieser Stil bedingt auch, dass die Band einfach mehr auftischen muss, um die Platte spannend zu halten. Da kann man nicht einfach 16 Mal das Gleiche spielen, wie es ja viele bei den Strophen machen. Auch der klassische Songaufbau zieht nur bedingt. Das aber ist alles kein Problem für die Berliner. Sie halten ´Sechs´ über die gesamte Spielzeit spannend und pendeln zwischen verspielten Leads und fetten Riffs. So bleiben ROTOR mit ihrer leichtfüßigen Heavyness und der vertrackten Eingängigkeit weiterhin eines der Oxymora des Genres.

Auch ´Sechs´ ist sicher kein Album zum Nebenbeihören, aber dazu ist Musik meiner Meinung nach ja nicht gemacht. Alle, die sich für das Album Zeit nehmen werden abtauchen können und auch noch beim vierten Durchlauf Neues entdecken. Ich freue mich drauf, die Jungs zum Jubiläum endlich mal live zu sehen, macht bestimmt Spaß.

Line Up

Marco Baale - Bass
Tim Mentzel - Guitar
Martin Fischer - Guitar
Milan Pfützenreuter - Drums

Tracklist

1. Falscher Dampfer
2. Allmacht
3. Ferner Liefen
4. Abfahrt!
5. Vor Dem Herrn
6. Druckverband
7. Würdigung