Sebastian Bach - ABachalypse Now

CD Reviews, Sebastian Bach - ABachalypse Now

Auszeichnungen hin oder her – das 89er Debüt von SKID ROW wurde mit 5fach Platin ausgezeichnet und ausnahmsweise bin ich der Meinung, dass dieses Albums vollkommen zu Recht zu diesen Ehren gelangte. Für mich gehört die Scheibe auch fast 25 Jahre nach der Veröffentlichung zu den besten Alben der Hair Metal Bewegung und des harten Rock überhaupt.

 

So ganz scheint sich ex-SKID ROW Fronter Sebastian Bach der Erkenntnis, dass nach „Slave to the Grind“ nicht mehr viel kam auch nicht entziehen zu können – zumindest wenn man sich mal seine Playlisten anschaut. Über das 2011 Soloalbum müssen wir keine Worte verlieren, das Teil war und ist einfach scheiße. Und Scheiße stinkt besonders stark, wenn sie inmitten wohlriechender Leckerbissen liegt. So stechen „Kicking & Screaming“ und „Tunnelvision“ sowie „American Metalhead“ (überflüssigerweise gleich zweimal vertreten) vom 2007er „Angel Down“ Album besonders negativ aus dem Rest der lieblichen Playlist hervor. Lediglich „(Love is) a Bitch Slap“, ebenfalls von “Angel Down” ist ganz ordentlich. Doch kommen wir zu den Höhepunkten der Doppel-CD, die einerseits beim Hellfest in Frankreich 2012 und im Club Nokia in Los Angeles aufgenommen wurden. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um zwei Mitschnitte handelt, gibt es natürlich zahlreiche Dopplungen hinsichtlich der Playlist: „Big Guns“, „18 & Life“, „Youth Gone Wild“, „Monkey Business“ und „I Remember You“. „Here I Am“ wird zudem irgendwie nervig interpretiert und vorgetragen. Ärgerlich auch, wenn die „Youth Gone Wild“ – Version aus dem Club Nokia zwar mit über 7 Minuten Spielzeit zu Buche schlägt, tatsächlich aber nur (bereits herausgezögerte) gute 4 Minuten dauert und dann durch Gerede und Musik vom Band aufgefüllt wird.

Tja, was soll ich jetzt schreiben? Ich liebe die Songs des Debüts und auch die mal wieder halsbrecherisch schnell vorgetragene Version von „Slave tot he Grind“ ist wirklich geil. Letztlich sind die Versionen auf „Bring ‘em Bach Alive“ (1999) aufgrund des druckvolleren Sounds aber doch hörenswerter. Bei aller Liebe und Verehrung für Sebastian Bach und die frühen SKID ROW bleibt letztlich ein fader Beigeschmack. Die Entscheidung eine Doppel-Live CD (inkl. DVD vom Hellfest) herauszubringen scheint mir nicht ganz überzeugend, da die Dopplungen im Grunde kaum Unterschiede aufweisen – und die Soundqualität teilweise auch nicht besser ist als das, was man bei YouTube geboten bekommt. Ob euch die etwa 20 Euro für diese VÖ wert sind, müsst ihr also selber entscheiden.

Line Up

Sebastian Bach: All Vocals / Cowbell

Nick Sterling: Electric Guitar / Acoustic Guitar

Bobby Jarzombek: Drums

Johnny Chromatic: Guitars, background vocals

Jason Rappise: Bass

Tracklist

CD1 - Sebastian Bach – Live at Hellfest, France 2012

Slave to the Grind; Kicking & Screaming; Here I Am; Big Guns; Piece of Me; 18 & Life; American

Metalhead; Monkey Business; I Remember You; Youth Gone Wild.

 

CD2 - Sebastian Bach – Live at Club Nokia, Los Angeles CA 2012

Big Guns; (Love Is) a Bitch Slap; Piece of Me; 18 & Life; American Metal Head; Monkey

Business; I Remember You; TunnelVision; Youth Gone Wild.

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