SECRET SPHERE – Lifeblood

CD Reviews, SECRET SPHERE – Lifeblood

Als in den 90ern der traditionelle Heavy Metal verschmäht und das Genre zunächst durch Grunge, Funk Metal und schließlich „Nu Metal“ erweitert wurde tauchten 1996 plötzlich Bands wie die Schweden Hammerfall und die Italiener RHAPSODY auf, die mein Interesse an der alten Schule des Stahls weckten. Zunächst konnten diese mich eine Zeit lang überzeugen. Nun ja, HAMMERFALL nach dem starken Debüt nicht mehr (mich auch nicht - TZ), aber die bombastischen, progressive Klassik Metaller RHAPSODY konnten mich noch ein paar Alben länger prima unterhalten.
Irgendwann war aber auch dort jedes Klischee ausgedudelt und mein Interesse weg. SECRET SPHERE klingen sehr nach den frühen Rhapsody (die sich später ja RHAPSODY OF FIRE nennen mussten), den alten HELLOWEEN und machen ihren Job ziemlich gut. Im Info der Plattenfirma steht, dass die Band 1997 gegründet wurde und 1999 ihr Debüt veröffentlichte. Zu der Zeit musste also mein Interesse an dieser Ausrichtung des Klassik Melodic Progressive Bombast Power Metal schon verschwunden sein, denn sonst hätte ich sicher schon etwas von der Band gehört. Andere Bombast Prog Klassik Acts wie die Amis SYMPHONY X konnten mich weiter bei Interesse halten, weil sie im Laufe ihrer Geschichte deutlich den Härtegrad erhöhten. Um aber nun endlich mal auf den Punkt zu kommen: Nach erstem Erschrecken auf den Blick des kitschigen Covers und der Vermutung einer billigen RHAPSODY Kopie schaffen es die Italiener SECRET SPHERE mich durch ein starkes abwechslungsreiches Songwriting und den sehr guten Gesang von Roberto Messina in den Bann zu ziehen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Genre noch einmal zum Hören eines kompletten Tonträgers bewegt. Geht es nach kurzem Intro beim Opener „Lieveblood“ noch etwas zu bombastisch kitschig zu, überzeugen Nummern wie „End of an Ego“, „The Violent Ones“ mit Melodik, die mich eher trifft. Besonders gelungen ist die Ballade „Skywards“, die ohne Kitsch auskommt und einen Funken Hoffnung in diesen schwierigen Zeiten verbreitet. Das 8-Minuten Epos „The Lie we love“ kann dieses Gefühl weiter erweitern und schließt mit den genannten Trademarks das Album hervorragend ab. Hier wird deutlich, wie gut Roberto singen kann, wie schön gekonnte Klavierpassagen in das Bombast Konzept mit sehr ausgereifter Instrumentierung passen. Starkes Teil, das mich ca. 25 Jahre zurück in die Vergangenheit wirft.

Line Up

Roberto Messina - Voice
Aldo Lonobile - Guitars
Andrea Buratto - Bass
Gabriele Ciaccia - Keyboards
Marco Lazzarini – Drums

Tracklist

Shaping Reality
Lifeblood
The End Of An Ego
Life Survivors
Alive
Against All The Odds
Thank You
The Violent Ones
Solitary Fight
Skywards
The Lie We Love

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.