Seether - Si Vis Pacem, Para Bellum

CD Reviews, Seether - Si Vis Pacem, Para Bellum

Es ist eine Menge Zeit vergangen, seit der Kollege Zwingelberg und ich die Southern-Post-Grunge-Alternative-Rocker von SEETHER in der niedersächsischen Landeshauptstadt live erleben durften. Noch länger ist meine erste Berührung mit der Band um Frontmann Shaun Morgan her, denn die Single „Fine Again“ lief im Jahre 2002 in Dauerschleife in dem leider nicht mehr existierenden Radiosender Project 89.0 Digital mit den legendären Modeatoren Amok-Alex und Mad-Dog-die-Morgenlatte.

Jetzt schreiben wir das Corona-Jahr 2020. Nicht ist mehr so, wie es einmal war. Wären da nicht Bands wie SEETHER, man könnte fast verzweifeln. Doch so gibt es mit dem neuen Longplayer „Si Vis Pacem, Para Bellum“ (Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor) einen wahrhaftigen Fels in der Brandung. Denn so frisch, dynamisch und spielfreudig hat man die Amerikaner lange nicht mehr gehört.
Hinzu kommt die überaus gelungene Mischung der Songs. Da wären zum einen die kompromisslosen, angegrungeten Rock-Kracher wie der Opener 'Dead And Done', ein Track, der vor Rotz und Dreck nur so trieft. Oder das nur etwas sanftere und melodischere 'Bruised And Bloodied' oder das sehr düstere , aber nicht minder krachige 'Beg'.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Lieder, die sich in schwungvoller Manier ganz der hymnischen Melancholie hingeben ('Wasteland'), die in leidenschaftlich-nachdenklicher Sehnsucht baden ('Liar') oder die nach Art einer Grunge-Power-Ballade schmachten ('Failure'). Mitunter brechen sich auch Industrial-Elemente, wie man sie von den frühen FILTER kannte, Bahn ('Can't Go Wrong').

Das Review wäre unvollständig, würde nicht auch der Track 'Drift Away' Erwähnung finden, der sich durch seine unbändige und leidende Wehmut auszeichnet. Hammer! Hitpotential hat auf jeden Fall auch 'Pride Before The Fall', ehe der nahezu akustische Rausschmeißer 'Written In Stone' den Zuhörer in die Hochzeiten des Grunge in die 90ere Jahre beamt.

Fazit: Die Southern-Post-Grunge-Alternative-Rocker von SEETHER legen mit „Si Vis Pacem, Para Bellum“ ein wirklich überzeugendes Album vor. Denn die Mischung aus grungiger Brachialität, aus hymnischer Melancholie und wehmütiger Sehnsucht ist einfach mehr als gelungen.

Line Up

Shaun Morgan - Vocals/Guitar
Dale Stewart - Bass/Vocals
John Humphrey – Drums
Corey Lowery – Guitar/Vocals

Tracklist

01. Dead And Done
02. Bruised And Bloodied
03. Wasteland
04. Dangerous
05. Liar
06. Can't Go Wrong
07. Buried In The Sand
08. Let It Go
09. Failure
10. Beg
11. Drift Away
12. Pride Before The Fall
13. Written In Stone

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Seether

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