Shadow Killer – Dark Awakening

CD Reviews, Shadow Killer – Dark Awakening

Heutzutage ist man zunehmend nur noch von Arschlöchern umgegeben. Da hilft häufig nur eine legale Dosis Heavy Metal, um nicht beim Dealer an der Ecke einen ausgedienten Russenpanzer zu erstehen und alles platt zu walzen. SHADOW KILLER bieten da ein perfektes Ventil.
Die Kalifornier liefern bereits ihre vierte Scheibe seit Gründung im Jahr 2010 an. Aber davon abgesehen, ist das Quartett auch noch komplett bei ANCIENT EMPIRES tätig und musiziert bzw. musizierte zum Großteil auch bei HELLHOUND. Sänger Joe Liszt sang zudem auf der grandiosen ROCKA ROLLAS „Conquer“ EP. Die Jungs haben ihre Hausaufgaben in Sachen Heavy Metal also wahrlich gemacht und das hört man „Dark Awakening“ auch in jeder Note an. Der Opener „A Fate To Echo“ eröffnet nicht nur das Album, sondern mit seinem Piano-Intro und den einsetzenden Gitarren auch das Herz eines jeden SAVATAGE Jüngers. Die Jungs finden eine gute Mischung aus Härte und Melodie, ohne dabei schwülstig oder abgedroschen zu klingen und wer TAD MOROSEs „Matters of the Dark“ mag, der dürfte hier auch Gefallen dran finden. Frontmann Joe weiß seine Stimme jedoch so gut zu variieren, dass er mal kratzbürstiger, mal versöhnlicher zu klingen vermag und so erinnert mich „Jericho Hill“ eher an WISDOM – jedoch weniger pompös und dafür einen Zacken metallischer. Und auch der mit 4.44 Minuten kürzeste Song der Scheibe „Shadows in the Mist“ erfüllt am ehesten die Kriterien eines lupenreinen Power Metal Songs. In Songs wie „At the River’s Edge“ wird zwar auch dem US-Power Metal gehuldigt, aber mit einem deutlich europäischeren Einschlag. So erinnert auch „Sea of Conquest“ an die Hamburger Schule, namentlich an IRON SAVIOR, auch wenn mir die Produktion von SHADOW KILLER mehr zusagt, da sie etwas roher gehalten ist. Das Highlight der Scheibe ist sicherlich „The Witch on the Mountain”, das mit einem mitreißenden Groove daher kommt, aber zu keiner Zeit langweilig klingt. Stimmlich dürfte Joe Liszt die SAVATAGE Jünger hier deutlich mehr begeistern als Zak Stevens es über weite Strecken des ARCHON ANGEL Debüts tut. Ganz einfach auch deshalb, weil dem Album ein so guter Song schlicht fehlt. Ich mag zu euphorisch sein, glaube aber, dass dieser Song zumindest in meine persönliche Heavy Metalogy eingeht und auch nach vielen Jahren immer wieder seinen Platz in meine Playlist finden wird.
Mit „Dark Awakening“ liefern die Amis von SHADOW KILLER das beste SAVATAGE Album ab, dass TAD MOROSE nie aufgenommen haben. Absolut hörenswert.


Line Up

Joe Liszt-Guitar/Vocals
Dan Lynch-Bass
Gary Neff-Drums
Robert Edwards -Guitar

Tracklist

01. A Fate To Echo
02. Jericho Hill
03. At the River's Edge
04. The Witch on the Mountain
05. Darkness of War
06. Sea of Conquest
07. Shadows in the Mist
08. The Fires of Olympus

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