Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs 42-46

CD Reviews, Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs 42-46

Wir befinden uns in der düsteren Jahreszeit und Weihnachten rückt näher. Was gibt es da Schöneres, als sich bei Kerzenschein in den Sessel zu kuscheln und gebannt den Abenteuern des englischen Meisterdetektives Sherlock Holmes und seines Assistenten Dr. Watson zu lauschen? Gut, dass Titania Medien in schöner Regelmäßigkeit für ausreichend hörenswerten Nachschub sorgen.
Der Tote im Extra-Waggon (42)

Was war zu erst da? Das Ei oder das Huhn? Ein ewiges Rätsel. In diesem Fall hat der Meisterdetektiv Sherlock Holmes allerdings schon genug mit der Frage zu tun, warum jemand ein rohes Ei an die Abteilwand geworfen hat. Oder war es das letzte Aufbäumen von Samuel Goldberg, als er seinem Mörder gegenübertrat? Der eifrige Inspektor Lestrade hält den Fall zwar schnell für gelöst, doch Holmes hat seine Zweifel und schließlich führt die Spur in eine gänzlich unerwartete Richtung.
Altmeister Jürgen Thormann begeistert als aufmüpfiger Major Blackton, aber auch Lutz Reichert liefert eine phantastische Arbeit als Inspektor Lestrade ab. Die Crew um Marc Gruppe hat hier einen noch immer hörenswerten Hörspielfall für Sherlock Holmes kreiert. Hörenswert und sicher ein tolles Weihnachtsgeschenk.

Der Zuträger (43)

Sherlock Holmes bekommt es mit einem zwielichten Erpresser zu tun. Der gewiefte Richard Mordon stellt eine wirklich hart zu knackende Nuss für den Meisterdetektiv dar und fast zweifelt man daran, dass Holmes seinem Freund Sir Archibald Maitland tatsächlich aus der Patsche helfen kann.
Ursprünglich basiert die Geschichte auf The Men with Samples, wurde aber für diese Hörspielreihe adaptiert und auf Sherlock Holmes, der im Original nicht vorkommt, zugeschnitten. Gut gelungen und wieder ein echtes Fest für die Freunde der Detektivserie.

Der zweite Hund (44)

„Die dritte Glocke im zweiten Hund, du Schein!“ Was hatte der Mörder nur damit gemeint, als er diese Worte voller Zorn rausbrüllte? Ein Rätsel, dessen sich Sherlock Holmes nur allzu gerne annimmt, zumal er von Anfang an von der Unschuld des jungen Jury überzeugt ist. Anders als die örtliche Polizei, die von der Einmischung des Meisterdetektives gar nicht begeistert ist. Die Lösung des blutigen Mordes an dem allseits unbeliebten Mr. Benton führt die Ermittler schließlich in die Vergangenheit und deckt eine erschütternde Geschichte auf.
Neben den wie immer hohen Standards bei der Umsetzung dieser Geschichte, begeisterte mich vor allem Bernd Kreibich als herrlich hochnäsiger Butler. Perfekt Besetzung. Der zweite Hund ist gut, aber vielleicht hier und da etwas unglaubwürdig, was die Erkenntnisse des Meisterdetektivs angeht.

Harry Price und der Fall Rosalie (45)

Nun wird es gespenstisch, dabei glaubt Sherlock Holmes gar nicht an Gespenster oder übernatürliche Erscheinungen – anders als sein Chronist, der Militärarzt Dr. Watson. Doch der „Fall Rosalie“ scheint Holmes eines Besseren zu belehren, zumindest ist der erfahrene Geisterjäger Harry Prince ratlos, als er nach einer mehr als merkwürdigen Seance im Wohnzimmer des Meisterdetektives sitzt, um von dem Fall zu berichten. Muss sich Holmes nun tatsächlich mit übernatürlichen Kräften anlegen?
Der Fall aus der Feder von Marc Gruppe passt bestens zu Halloween und verbindet Elemente der GRUSELKABINETT-Serie mit denen eines Sherlock Holmes Falles. Gut gelungen, bestens umgesetzt, perfekte Herbst-Unterhaltung.
 

Der Mann in Gelb (46)

Ein Brief katapultiert Dr. Watson in die Vergangenheit, denn er stammt von Marjorie Beaumont, einem jungen Mädchen, zu dem Watson bis vor 10 Jahren regen Kontakt pflegte. Der Tot der Eltern und die darauf folgende Unterbringung bei ihrem Onkel setzten dem Kontakt jedoch ein Ende. Doch nun benötigt die junge Dame Hilfe, denn ihr Onkel und Vormund wird offenbar von einer religiösen Gemeinschaft bedroht. Die Lage scheint ernst, denn der feine Onkel hat sich in seiner Vergangenheit durchaus schändlich verhalten. Jetzt scheinen ihn seine Sünden einzuholen. Holmes und Watson eilen zur Hilfe und ihre Ermittlungen führen sie bald in einen Zirkus, doch die Spur scheint sich zu verlieren. Schließlich taucht eine gelb gekleidete Figur im Haus des Onkels auf und verschwindet ebenso plötzlich wieder. Wer steckt hinter dieser Maskerade?
„Der Mann in Gelb“ basiert ebenso wie „Der Zuträger“ auf einer literarischen Vorlage, die ohne Sherlock Holmes auskommt, doch abermals ist es gut gelungen diese Vorlage in einen geheimen Fall des Meisterdetektivs umzumünzen. Wohlfühlgänsehaut und beste Unterhaltung sind garantiert.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.