Skálmöld - Vögguvísur Yggdrasils

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  • Skálmöld - Vögguvísur Yggdrasils
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  • Erstellt am: Mittwoch, 21 September 2016
  • Label: Napalm Records
  • V.Ö.: 30 September 2016
  • Bewertung: Skálmöld - Vögguvísur Yggdrasils
  • Redakteur: Martin Storf
  • Spielzeit: 50:32min

Die Isländer SKÁLMÖLD spielen lupenreinen Vikingmetal und werden damit in ihrer Heimat schon seit ein paar Jahren kräftig abgefeiert.

Spätestens mit ihrem letzten Album „Med Vaettum“ haben sie dann auch den Sprung über den Teich geschafft und konnten sich in den letzten Jahren mit ein paar Tour- und Festivalauftritten durchaus eine Fanbasis in Rest-Europa erspielen.

Auch auf dem nun erscheinenden Nachfolger „Vögguvísur Yggdrasils“ dominiert der nordische Wikinger-Metall. Die raue Stimme von Frontmann Björgvin ist prägnant und vielleicht der größte Unterscheidungspunkt zu ihren skandinavischen Kollegen. Die obligatorischen Choreinlagen sind jedoch seit mindestens 20 Jahren (also seit dem BATHORY-Debüt) wohlbekannt und sorgen für die genretypische Eingängigkeit.

So bieten die Songs, angefangen vom Opener „Muspell“, über „Utgardur“ meistens Midtempostampfer, die mit auf Dauer etwas zu wenig moduliertem Geshoute beginnen, um dann mit den üblichen Viking-Versatzstücken (Bridge, Tenor-Gesang, Chorus, Solo, Kampfgeschrei, ab und zu Synthie-Effekte) aufzuwarten. Das Schlagzeug spielt meist recht dominant den mehr oder weniger gleichen Vier-Vierteltakt.

In „Niflheimur“ werden dann AMON AMARTH-typische reitende Gitarren verwurstet, „Midgardur“ beginnt episch (habe ich schon BATHORY erwähnt?) bevor die Band dann auch mal etwas schneller in die Saiten greift und die Doublebass schnurren darf.

Noch „epischer“ wird es dann bei „Alfheimur“ und dem über neun Minuten langen Schlusssong „Vanaheimur“. Hier gefällt das doppelte, beziehungsweise wechselseitige Gegrowle, bevor wieder der Männerchor einsetzt. Auch das ruhige Zwischenspiel und der gekonnt aus diesem aufgebaute Bombast sorgt für Abwechslung und lässt einen die Erhabenheit der isländischen Weite erspüren. Insgesamt damit der beste Song der Platte!

Eigentlich kann man dem Album nicht viel vorwerfen. Wikinger-Enthusiasten werden vermutlich begeistert sein. Aber irgendwie kommt das Album mindestens zehn Jahre zu spät, um noch originell zu sein. So ist wohl das größte Alleinstellungsmerkmal der Band, dass sie aus Island kommt.

Line Up


Snæbjörn Ragnarsson - Bass
Jón Geir Jóhannsson - Schlagzeug
Baldur Ragnarsson - Gitarre
Þráinn Árni Baldvinsson - Gitarre
Gunnar Ben     - Keyboard
Björgvin Sigurðsson - Gesang, Gittarre

Tracklist

1.     Múspell          
2.     Niflheimur          
3.     Niðavellir
4.     Miðgarður          
5.     Útgarður          
6.     Álfheimur          
7.     Ásgarður          
8.     Helheimur          
9.     Vanaheimur