Skeletal Remains - Condemned To Misery

CD Reviews, Skeletal Remains - Condemned To Misery

Das ´Beyond The Flesh´-Debüt der Kalifornier war für mich das beste Death Metal Album des Jahres 2012. Nun legen SKELETAL REMAINS fast drei Jahre später endlich den Nachfolger vor.

Dass die Veröffentlichung so lange gedauert hat, liegt wohl auch daran, dass die Band Probleme mit der Besetzung des Schlagzeughockers hatte. Laut Chris waren sechs der acht Songs bereits im Juli 2013 geschrieben. Wie dem auch sei, die Erwartungen kleben natürlich selbst im Altbau an der Zimmerdecke, als ich die CD in den Player schiebe. Und die Jungs legen sofort los: kein Intro, sondern gleich voll auf die Zwölf.
Es ist beruhigend, dass SKELETAL REMAINS ihren Stil nicht groß geändert haben. Wie auch auf ´Beyond The Flesh´ variiert die Band geschickt das Tempo auch innerhalb der Songs. Und auch Shouter Chris erledigt seinen Job erneut mit Bravour. Die kehligen Vocals gehören weiterhin zum Allerbesten, was die Szene zu bieten hat. Ob Martin Van Drunen vor 25 Jahre auf Tour in Los Angeles war? Man weiß es nicht. Auch der dezente Thrash Einschlag, der insbesondere im Riffing wie bei ´Atrocious Calamity´ immer mal wieder durchschimmert bereichert den Death Metal der Kalifornier auch auf `Condemnec To Misery´.
Einen minimalen Unterschied zum Debüt gibt es dann aber doch. Die neue Platte ist - wie von Chris im Interview angekündigt - etwas technischer. Das zeigt sich vor allem in den Gitarrensoli, die mir manchmal einen Ticken zu lang und zu melodiös ausgefallen sind. Insbesondere bei ´Still Suffering´ ist mir das zu viel. Klar, das ist ein Instrumental, aber auch dafür geht mir das zu weit. Da hab ich es lieber knackig und chaotisch. Und auch die dezente Keyboarduntermalung hätte es nicht gebraucht.  Das aber ist Genörgel auf hohem Niveau. Denn Tracks wie ´Viral Hemorrhagic Pyrexia´ bieten Death Metal der Sonderklasse. Gerade der zwischenzeitliche Wechsel in triolische Rhythmen gibt den Songs Variabilität und ordentlich Groove.

Also, mittellange Rede, kurzer Sinn: Wer auf Old School Deah Metal der Marke alte MORGOTH oder PESTILENCE steht, kommt an SKELETAL REMAINS auch dieses Mal nicht vorbei.

Line Up

Chris Monroy - Guitar/Vocals
Adrius Marquez - Bass
Adrian Obregon - Guitar
Joe Martin - Drums

Tracklist

1. Beyond Cremation
2. Obscured Velitation
3. Euphoric Bloodfeast
4. Viral Hemorrhagic Pyrexia
5. Atrocious Calamity
6. Ethereal Erosion
7. Still Suffering
8. Sleepless Cadavers

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.