Skillet - Victorious

CD Reviews, Skillet - Victorious

Gerade in einer Zeit, die nicht gerade mit positiven Nachrichten gesegnet ist und in der sich die Menschen in den asozialen Medien zunehmend unversöhnlicher gegenüberstehen, übereinander herziehen oder sich sogar mit unverhohlenem Hass begegnen, sollte es auch Leute geben, die diesem Treiben Einhalt gebieten. Im musikalischen Bereich gehören auf jeden Fall SKILLET dazu.

Denn die alternative christliche Rockband aus den Vereinigten Staaten hält dagegen und versieht den täglichen Kampf eines jeden mit hoffnungsvollen Botschaften.

Eingebettet sind die kämpferischen Worte in einen klassischen Hardrock-Sound mit den ein oder anderen elektronischen und hip-hop-drumigen Elementen. Letzteres ist zugleich auch eine kleine Schwäche des neuen Longplayers. Denn in dem Bemühen um Modernität und wahrscheinlich auch um Radiokompatibilität leidet mitunter die Eigenständigkeit der einzelnen Songs. Die ähnlichen stampfenden Drums werden für mich jedenfalls zunehmend anstrengender.

Nichtsdestotrotz ist „Victorious“ insgesamt ein gutes Rockalbum geworden, das sich angenehm herunterhören lässt und auch den Vergleich mit den schmachtenden Rockhymnen von NICKELBACK nicht zu scheuen braucht.

Besonders gelungen sind vor allem die Songs, bei denen auch die Stimme von Korey Cooper, der Ehefrau von Frontmann John Cooper, zu hören sind. Das ist zum Beispiel bei dem Opener 'Legendary' der Fall, einem überaus rockigen, mitreißenden Powerrocksong. Ähnliches gilt für 'Victorious', wobei hier das Trimmen auf die zeitgenössischen Hörgewohnheiten schon erhebliche Ausmaße angenommen hat. Ein Highlight ist auf jeden Fall das quirrlige, mitreißende 'Rise Up', auch der ruhigere Schmachtfetzen 'Terrify The Dark' ist überaus pittoresk und gefühlvoll ähnlich wie 'Anchor'.

Fazit: Nach wie vor sind die Rocker von SKILLET im Dienste des Herrn unterwegs und um ihrem neuen Longplayer „Victorious“ im wahrsten Sinne des Titels zum Siegeszug zu verhelfen, reichern sie ihren Hardrock im Stile von NICKELBACK mit durchaus vernehmbaren modernen, radiokompatiblen und erfolgversprechenden Elementen an. Das geht meines Erachtens auf Kosten der Ecken und Kanten, die einem Rockalbum gut zu Gesicht stehen. Aber wahrscheinlich bin ich mit dieser Meinung allein auf weiter Flur.

Line Up

01. Legendary
02. You Ain't Ready
03. Victorious
04. This Is The Kingdom
05. Save Me
06. Rise Up
07. Terrify The Dark
08. Never Going Back
09. Reach
10. Anchor
11. Finish Line
12. Back To Life

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