Slam & Howie and the Reserve Men - Firewater

CD Reviews, Slam & Howie and the Reserve Men - Firewater

SAM & HOWIE klingt irgendwie nach einem Frühstücksladen irgendwo im Mittleren Westen. Und tatsächlich könnten die Songs der Band genau dort laufen während Nancy-Janes einen Turm Pancakes mit Bacon und einen Cranberryscone serviert.
Feuerwasser trug bekanntlich nicht unerheblich zum Niedergang der Ureinwohner Nordamerika bei, für die Schweizer SLAM & HOWIE soll „Firewater“ ein Neuanfang sein, nachdem sich die Band fast aufgelöst hatte. Doch nachdem die Bandmitglieder eine Zeit lang anderen Beschäftigungen nachgegangen sind, raffte man sich 2018 doch nochmal zusammen. Mit frisch aufgetankten Batterien und polierten Stromgitarren ging es ins Studio, um den Nachfolger zu „Sons of Ancient Times“ aufzunehmen. Herausgekommen ist eine moderne Mischung aus Country, Rock und Folkpunk und die Songs rangieren irgendwo zwischen THE BOSS HOSS, THE BRANDOS, THE LOVED ONES, BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE und THE REAL McKENZIES. Dazu gibt es natürlich eine gehörige Portion Twang und die Country Roots sind unüberhörbar. Dabei geht es allerdings mal traditioneller zu („Pretender“, „The Legacy“) und mal rockiger („You got me good“, „Blind Men“, „Once We Get There“).
SLAM & HOWIE und seine Reservisten liefern mit „Firewater“ hochprozentigen Alternative Country mit einer pomadigen Rockabilly Note und sie klingen dabei zu keiner Sekunde altbacken oder verstaubt. Ganz im Gegenteil.