Slaughterday - Tyrants Of Doom

CD Reviews, Slaughterday - Tyrants Of Doom

Zurecht haben SLAUGHTERDAY auf dem diesjährigen Party San einen Slot auf der Hauptbühne bekommen, was belegt, dass die Jungs sich in der ersten Liga des einheimischen Death Metals  etabliert haben.
´Tyrants Of Doom´ ist neben 2 EPs und einer Single das mittlerweile vierte Album des Duos. Damit ist die Befürchtung ausgeräumt, dass es (wie bei so vielen anderen ostfriesischen Bands) zu einer recht schnellen Auflösung kommt. Das wäre auch schade, denn SLAUGHTERDAY liefern weiterhin Death Metal der Güteklasse A. Das an Köstritzer angelehnte Backdrop auf dem Party San brachte es auf den Punkt „Leeraner Metalkunst - gespielt nach dem amerikanischen Reifertgebot“. Es gibt also weiterhin herrlich morbiden Death Metal, der in der Regel eher schleppend oder im Midtempo aus den Boxen kommt. Neu sind zwei kurze Geschwindigkeitsausbrüche bei ´Grave Nihilist´ und ´Parasitic´. Was SLAUGHTERDAY weiterhin aus der Masse herausstechen lässt sind die herrlich schaurig schönen Melodien, hört euch den Beginn von ´Pestilent Tombs´ an und ihr wisst, was ich meine. Auf diesen Beginn folgt dann ein fettes Riff, es sind diese Wechsel die auch ´Tyrant Of Doom´ interessant halten. SLAUGHTERDAY zeigen mit dem neuen Album, dass sie sich vom Songwriting noch etwas weiterentwickelt haben, ohne große Veränderungen vorzunehmen. Da gibt es nicht den schleppenden, den einen rockenden und den melodiösen Song, gerade durch die Breaks innerhalb der Tracks bleibt das Album spannend. Es wird schon deutlich, dass SLAUGHTERDAY wesentlich mehr als ein AUTOPSY-Klon sind. Beleg dafür ist unter anderem ´Coffined Saviour´, dass von den Melodien an alte AMORPHIS erinnert. Dass die zu den Faves der Ostfriesen gehören haben sie ja schon durch eine Coverversion durchblicken lassen. Wie üblich gibt es auch auf dem neuen Album ein Song, der nicht aus der eigenen Feder stammt. Die zu den bisherigen Coverversionen von Bands wie TROUBLE, ARCHERON, ANVIL oder eben AMORPHIS gesellt sich nun noch ´Predator´ von CARNIVORE dazu. Dieser bunte Blumenstrauß der verzerrten Gitarre zeigt, wie breit SLAUGHTERDAY aufgestellt sind.

Fans der bisherigen Werke können wieder bedenkenlos zugreifen und alle Todesmetaller, an denen SLAUGHTERDAY bisher vorbeigegangen sind, sollten sich spätestens jetzt um die Band kümmern.

Line Up

Jens Finger - Guitars, Bass
Bernd Reiners - Vocals, Drums

Tracklist

01. Intro  
02. Mauled
03. Coffined Saviour
04. Necromantic Visions  
05. Grave Nihilist  
06. Pestilent Tombs
07. Tyrants of Doom
08. Drown in Filth
09. Parasitic
10. Predator (Carnivore Cover)
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