Sonata Arctica - Acoustic Adventures - Volume Two

CD Reviews, Sonata Arctica - Acoustic Adventures - Volume Two

In pre-pandemischer Zeit entdeckten die Finnen SONATA ARTICA die Schönheit des Stromlosen für sich. Jedenfalls in Teilen, denn im ersten Teil der akustischen Abenteuer wurde durchaus noch auf die Stromgitarre zurückgegriffen und Elias Viljanen schruppte sich das ein oder andere verzehrte Solo aus dem Handgelenkt. Nun liegt die Fortsetzung des Abenteuers mit zwölf neuen Kapiteln vor.
Der Einstieg gelingt mit „I Have A Right“ bestens und der Track vom durchwachsenen „Stones Grow Her Name“ Album funktioniert akustisch glatt besser als im Original. Mit dem gelungenen „Black Sheep“ wird zu „Hald A Marathon Man“ übergeleitet, welches im Original ein Hit ist und auch im akustischen Gewand bestens funktioniert, zumal gerade Frontmann Tony hier ordentlich Gas gibt. „Broken“ findet sich im Original auf dem 2003er Album „Winterheart’s Guilt“ und wird hier ebenfalls komplett ohne elektrische Verstärkung vorgetragen. Funktioniert bestens und geht sofort ins Ohr. Endlich hat es dann auch die wohl beste Ballade im Gepäck der Finnen auf die Playlist geschafft: „Letter to Dana“ funktioniert meiner Meinung nach immer dann am besten, wenn es ohne Pomp und Pathos vorgetragen wird. Und genau das ist hier der Fall. Tolle Version. Mit „Full Moon“ kann man wohl nicht viel falsch machen und auch auf „Acoustic Adventures – Volume Two“ ist dieser Smash-Hit der Truppe eine sichere Bank mit Ohrwurmgarantie. „Shamandalie“, ursprünglich auf „Reckoning Night“ enthalten, ist ja ohnehin eine Ballade, wurde hier aber nochmals entschlackt, so dass eine wunderbare minimalistische Version entstanden ist. Auf ein perfekt arrangiertes „San Sebastian“ folgt „Gravenimage“, welches durch die mehrstimmigen Vocals besticht. Danach geht es bei „Flag in the Ground“ etwas flotter und fröhlicher zu und das Einstiegsriff klingt nach einer Mischung aus REDNEX-Banjo und Nintendo-Midi-Sound – gefällt dennoch. Nach einer knappen Stunde geht das zweite akustische Abenteuer dann mit „My Land“ und „Victoria’s Secret“ standesgemäß zu Ende. Ob der Abschlusssong dazu animierte Schlüpper des gleichnamigen Modelabels auf die Bühne zu werfen, ist allerdings nicht überliefert. Man kann es ja ggf. auf der anstehenden Tour der Band herausfinden.
Der Herbst ist bekanntlich die beste Zeit, um die Akustikklampfe hervorzuholen und am Lagerfeuer Frauenherzen höher schlagen zu lassen. Diese Mission erfüllen SONATA ARCTICA mit dem zweiten Teil ihrer „Acoustic Adventures“ mit Bravour. Die teilweise entschlackten Arrangements, die eingängigen Melodien und die gefühlvollen Momente, machen „Acoustic Adventures – Volume Two“ zum perfekten Herbstalbum.

Auf "Acoustic Adventures" - Tour 2022

25.10.2022 DE - Hamburg, Fabrik
28.10.2022 DE - Bochum, Christuskirche
15.11.2022 DE - Nürnberg, Hirsch
16.11.2022 CH - Pratteln, Z7
24.11.2022 AT - Wien, Szene
25.11.2022 HU - Budapest, Akvarium
28.11.2022 DE - Berlin, Columbia Theater
29.11.2022 DE - München, Backstage Werk
01.12.2022 DE - Köln, Essigfabrik
02.12.2022 DE - Passau, Zauberberg
03.12.2022 DE - Speyer, Halle 101

Line Up

Tony Kakko | vocals
Elias Viljanen | guitars
Pasi Kauppinen | bass
Henrik “Henkka” Klingenberg | keyboards
Tommy Portimo | drums

Tracklist

01. I Have A Right
02. Black Sheep
03. Half A Marathon Man
04. Broken
05. Letter To Dana
06. FullMoon
07. Shamandalie
08. San Sebastian
09. Gravenimage
10. Flag In The Ground
11. My Land
12. Victoria‘s Secret
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