Souldrinker - Semper Fidelis II (EP)

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Kraftvolle weibliche Stimmbänder im Zusammenspiel mit abrissbirnenartigen Riffs und Melodien haben wohl in keiner Metal Nation eine solch lange Tradition wie in Deutschland. Man denke nur an WARLOCK, LAOS oder ZED YAGO. SOULDRINKER schicken sich nun an, sich in diese Tradition einzureihen. Dazu gibt es zunächst einmal einen Relaunch, wie die Marketingexperten es wohl nennen würden.

Mit „Semper Fidelis II“ gibt es nämlich mehr oder weniger eine Neuauflage der Debüt-EP der Band. Allerdings hat Alex Gindu die Band verlassen und mit ihm sind die Growls gegangen. Fronfrau Iris Boanta (u.a. THE MYSTERY) hat nun komplett das Mikro übernommen, so dass frühere Death Metal Elemente aus den Songs verschwunden sind. Die neuen Interpretationen ihrer alten Songs präsentieren die Band nun als waschechte Power Metal Kapelle mit ordentlich Dampf. Wer die kraftvolle Stimme von Iris kennt, der wird schon ahnen, dass es auf „Semper Fidelis II“ keinen weichgespülten Lolli-Pop Metal gibt, sondern jede Menge Kanten und Ecken. Und tatsächlich erinnern mich die Songs (z.B. „Sixteen Men of Tain“) auch am ehesten an harte ZED YAGO Kompositionen. „Damn the Machine“ überzeugt durch zentnerschwere Riffs, gute Tempiwechsel und das kraftstrotzende Organ von Iris – U.D.O. lassen grüßen! Neben den beiden ersten Songs halte ich „Hope Is Gone“ für ein weiteres Highlight der EP. Im Songwriting werden die musikalischen Wurzeln der Band deutlich. Man darf gespannt sein, in welche Richtung sich das Songwriting in der Zukunft entwickeln wird.

„Semper Fidelis II“ zeigt SOULDRINKER als eine beinharte Metal Band mit Potential. Durch die Festlegung auf Iris Boanta als alleinige Sängerin hat man eine wichtige Richtungsbestimmung vorgenommen, doch die Richtung scheint mir die richtige zu sein. Teutonisches Schwermetall mit kratzbürstigen Melodien und zentnerschweren Riffs: SOULDRINKER wissen wie’s geht!

Line Up

Vocals: Iris Boanta
Guitar: Markus Pohl
Bass: Chris Rodens
Drums: Steffen Theurer

Tracklist

01. Dawn (Intro)
02. Sixteen Men Of Tain
03. Damn The Machine
04. Burn The Pact
05. To All That Is Lost
06. Hope Is Gone

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