Suidakra - Cimbric Yarns

CD Reviews, Suidakra - Cimbric Yarns

Vor knapp 25 Jahren waren SUIDAKRA eine der ersten, die damit begannen, Folk Metal aus deutschen Landen populär zu machen. Während sie damals noch ziemlich allein auf weiter Flur standen, sieht das im Jahr 2018 schon ganz anders aus.
  • Suidakra - Cimbric Yarns
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  • Erstellt am: Montag, 19 November 2018
  • Label: AFM Records
  • V.Ö.: 16 November 2018
  • Bewertung: Suidakra - Cimbric Yarns
  • Redakteur: Martin Storf
  • Spielzeit: 39:39 min
Einzige Konstante bei SUIDAKRA ist Gitarrist und Sänger Arkadius Antonik, der sich auch für das Songwriting verantwortlich zeigt. Nachdem das letzte Werk „Realms of Odoric“ eher gemischte Bewertungen erhalten hat, ist die Spannung groß, wie das neue Album „Cimbric Yarns“ abschneidet. 

Zuerst einmal muss man festhalten, dass es sich beim der gerade erschienenen Scheibe um ein reines Akustikalbum handelt. Es gibt keine verzerrten Gitarren, wie auf den Vorgängerwerken. Und auch keinerlei andere Black oder Death Metal-Einflüsse, seien es Blastbeats oder Gegrowle. Während die Trademarks von SUIDAKRA immer die gekonnte Vermischung von Folk und Metal-Elementen waren, dominieren dieses Mal stattdessen Akustik-Gitarren, Synthie-Orchester und viel weiblicher und etwas männlicher Klargesang. Das Ganze ist dabei recht gefällig und ohrenschmeichelnd inszeniert, hinterlässt aber auch keine bleibenden Höreindrücke. Die keltisch-irischen und mittelalterlichen Einflüsse sind prägend, aber nicht nervig (zum Glück kein Dudelsack!), die Lyrics teilweise etwas sehr banal. Und auch Oma würde sich nicht an der Musik stören, wenn sie irgendwo liefe.

Wenn ihr also eine geeignete musikalische Untermalung für den nächsten Rollenspiel-Abend im Fantasy-Universum sucht, dann könnt ihr gerne „Cimbric Yarns“ anwerfen, um für die richtige Stimmung zu sorgen. Wundert euch allerdings danach nicht, wenn ihr euch nicht an einen bestimmten Song erinnern könnt, oder dass überhaupt Musik gelaufen ist.

Line Up

Arkadius Antonik - Gesang, Gitarre, Keyboard
Sebastian Jensen - Gitarre
Ken Jentzen - Bass

Tracklist

1.     Echtra   
2.     Serpentine Origins
3.     Ode to Arma      
4.     A Day and Forever     
5.     Black Dawn
6.     At Nine Light Night     
7.     Snakehenge     
8.     Birth and Despair     
9.     Assault on Urlár      
10.   Caoine Cruác