Temple Of Void - The World That Was

CD Reviews, Temple Of Void - The World That Was

Bald ist es soweit. Dann wird das neue Zerstörungswerk der Death Doomer von TEMPLE OF VOID für alle erhältlich sein. Im Allgemeinen nennen die Detroiter Bands wie BOLD THROWER oder MORBID ANGEL als Einflüsse, für ihr Drittlingswerk aber im Besonderen auch ALICE IN CHANCE, PEARL JAM oder FAILURE und RIDE. 

Und obwohl es sich bei „The World That Was“ unbezweifelbar um eine Death-Doom-Scheibe handelt, sind die Grunge-Einflüsse doch nicht zu leugnen oder zu überhören. Und das macht den ganz besonderen Reiz des Longplayers aus. Man höre nur Tracks wie 'Self-Schism' und sofort sind die Grunge-Referenzen zu vernehmen, und zwar im Hinblick auf die Riffs, die Lead-Gitarren und das unverwechselbare düstere hymnische Leiden. Weltklasse! Ein infernaler Hymnus liegt mit 'Leave The Light Behind' vor, ein Track, der vor mitreißender martialischer Attitüde nur so strotzt und dabei ein wenig an eine Melange aus HOODED MENACE und PARADISE LOST erinnert, zumal das obligatorische, höllische Growlen mitunter durch gefühlvoll emotionale Klargesänge unterbrochen wird. Hammer!

Aber die US-Amerikaner sind auch in der Lage, in überaus grooviger Manier die Abrissbirne ihr zerstörerisches Werk verrichten zu lassen. Denn 'Cascet Of Shame' kommt um einiges härter und monolithischer daher. Hier dominieren dann Brutalität und Groovigkeit, die Riffs legen mitunter eine ungeheure, ungeahnte Dynamik an den Tag und auch hier schimmern immer wieder Grunge-Anleihen hindurch, die dem Song das besondere Etwas und eine ganz besondere Stimmung zu verleihen vermögen. Der titelgebende Track 'The World That Was' schließlich bündelt noch einmal in phänomenaler Weise die Essentials des bandeigenen Sounds, die sich hier zu einer ungeahnten atmosphärischen Martialität steigern und bisweilen die Verspieltheit des Quintetts unter Beweis stellen. Herrlich! Ähnliches gilt auch für den Opener 'A Beast Among Us', bei dem jedoch das doomige Element stärker in den Fokus gerückt wurde.

Fazit: Die Detroiter von TEMPLE OF VOID legen mit „The World That Was“ ein wahrhaftig gelungenes Opus vor, in dem sie ihrem martialischen, infernalen und hymnischen Death-Doom-Metal durch sehr gut wahrnehmbare Grunge-Anleihen eine ungemeine Eigenständigkeit und Einzigartigkeit verleihen. Für Fans von HOODED MENACE, PARADISE LOST oder die frühen KATATONIA ein Must-Have!

Line Up

Alex Awn – Guitar,
Don Durr – Guitar,
Mike Erdody – Vocals,
Jason Pearce – Drums,
Brent Satterly – Bass.

Tracklist

01. A Beast Among Us
02. Self-Schism
03. A Single Obulus
04. Leave The Light Behind
05. Cascet Of Shame
06. The World That Was 

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