Testament - Titans of Creation

CD Reviews, Testament - Titans of Creation

Bereits die Singles „Night of the Witch“ und „Children of the Next Level” weckten große Erwartungen an das 13. Studioalbum der kalifornischen Thrash-Urgesteine TESTAMENT. Können die fünf Thrasher aus der Bay-Area die Schlagzahl aufrecht erhalten oder ist „Titans of Creation“ nur das „Brotherhood of the Snake“-2.0? Wir haben für euch reingehört!

 

Seit fast vier Jahrzenten sind TESTAMENT die Adresse für amerikanischen Thrash-Metal. Unermüdlich bringen Sie Tonträger heraus und touren weltweit. Noch dieses Jahr waren sie mit They Bay Strikes Back unterwegs. Dass sich einige Crew- und Bandmitglieder mit der neuzeitlichen Nervpest Covid-19 infizierten, kann vielleicht als schlechtes Omen gesehen werden. Doch gleich vorweg: Der neue Langspieler ist um einiges kurzweiliger und ausgefeilter als die Vorgängerscheibe „Brotherhood of the Snake“, das zwar kein schlechtes Album war, doch etwas zusammengeschustert und eintönig wirkte. „Titans of Creation“ ist abwechslungsreich, drischt dem Hörer voll in die Fresse und groovt!

Gleich der Opener „Children of the Next Level“ ballert voran und erinnert an das legendäre Low-Album. „WW III“ zieht sodann nochmal das Gas an und belohnt den Hörer mit einem amtlichen Doubelbass-Geballer im Chorus. Songwriterisch orientieren sich TESTAMENT am altbewährten Prinzip, fette Grooves, thrashende und prägnante Riffs und einprägsame Licks zusammenzuführen. Der beispiellose Gesang von Chuck Billy umkreist die Musik und schafft den einzigartigen Sound. Besonders heraussticht „The Healers“, der ordentlich groovt und schiebt. Mein persönlicher Lieblingssong ist jedoch erst die vorletzte Nummer „Curse Of Osir“. Schnörkellos und mit 300 Kilometern pro Stunde rast die Thrashrakete durchs Universum. Der Song wirkt nicht nur wegen der Lyrics, „Pray for death“, ungewöhnlich düster. Kratzig-schreiende Gitarren und Blastbeats ertönen im Schlachtfeld.

„Titans of Creation“ ist ein astreines Album. Die Thrash-Titanen Testament haben sich hiermit zwar nicht selbst übertroffen, aber in Zeiten des allgemeinen Still- und Ausnahmezustandes eine Scheibe veröffentlicht, die nur darauf wartet, im Sommer auf den großen Metalfestivals performt zu werden. Kaufempfehlung!


 

 



Tracklist

1. CHILDREN OF THE NEXT LEVEL
2. WWIII
3. DREAM DECEIVER
4. NIGHT OF THE WITCH
5. CITY OF ANGELS
6. ISHTARS GATE
7. SYMPTOMS
8. FALSE PROPHET
9. THE HEALERS
10. CODE OF HAMMURABI
11. CURSE OF OSIRIS
12. CATACOMBS

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