Thanatos – Violent Death Rituals

CD Reviews, Thanatos – Violent Death Rituals

In Zeiten von Corona erscheint die apokalyptische Darstellung auf dem Albumcover plötzlich viel realer als noch vor zwei Wochen. Mit „Violent Death Rituals“ meldet sich Hollands dienstälteste  Extrem Metal Band zurück.
Das 1990er Studiodebüt „Emerging from the Netherworlds”  dürfte wohl jedem Metal Brother schon mal irgendwie in die Finger gekommen sein, der Rest der Discographie konnte dann an diesen Kultstatus nicht so anknüpfen und auch bei mir verschwand die Band wieder vom Radar. Seit einigen Jahren ist Bandchef Stephan Gebédi nun wieder aktiv und auf dem mittlerweile siebten Studioalbum bekamen er und Gitarrist Paul Baayens Unterstützung von Neuzugang Martin Ooms an den Drums und von Basser Mous Mirer.
Längst haben die Herren ihre Sturm und Drang Zeit hinter sich gelassen, aber man hört den Songs dennoch an, dass sich die Band nach wie vor im sprichwörtlichen Krieg mit dem Establishment befindet, wie Frontmann Stephen anlässlich des neuen Albums betonte.
Der titelgebende Opener steigt mit einem druckvollen Riff ein, setzt sich mit fetter Double Bass fort und nimmt schließlich ordentlich Fahrt auf. Doch die wahren Highlights warten für mich weiter hinten auf dem Album. THANATOS vermischen gekonnt verschiedene Geschwindigkeiten, Härte und Melodie und bedienen sich sowohl im Death als auch im Thrash Metal. Das Ergebnis sind hörenswerte Brutalo-Kracher wie „Burn the Books of Hate“, das schnelle und kompromisslose „It Always Ends In blood“ oder das abwechslungsreiche „Corporate Indoctrination“. Mein persönlicher Favorit kommt aber am Ende des Albums: „As the Cannons Fade“ ist wirklich eine musikalische Kriegserklärung an alle Wimps und Poser und dürfte auch jedem GOD DETHRONED Jünger gefallen, der mit deren letzten Alben warm geworden ist.
Ich hatte THANATOS in den letzten 40 Jahren nie wirklich auf dem Schirm, mit „Violent Death Rituals“ erinnern sie mich nun daran, dass es nie zu spät ist auch altgediente Bands neu zu entdecken.

Line Up

Stephan Gebédi (Vocals, Gitarre)
Paul Baayens (Gitarre)
Martin Ooms (Drums)
Mous Mirer (Bass)

Tracklist

1)     Violent Death Rituals
2)     The Silent War
3)     Unholy Predators
4)     The Outer Darkness
5)     Burn The Books Of Hate
6)     It Always Ends In Blood
7)     Corporate Indoctrination
8)     Sent From Hell (I Infidel)
9)     Legacy Of The Gods
10)     As The Cannons Fade

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