The Drowning (UK) - The Radiant Dark

CD Reviews, The Drowning (UK) - The Radiant Dark

Wenn die Größen des Genres mal wieder eine längere Kreativpause machen oder die neuesten Veröffentlichungen noch gar nicht so lange her sind, müssen sich die Freundinnen und Freunde des gepflegten Death-Doom-Metals der Variatio wegen auf die Suche nach Alternativen machen. Fündig wird man da auf jeden Fall bei THE DROWNING (UK). Denn die Waliser stehen unverkennbar in der Tradition von Bands wie PARADISE LOST, MY DYING BRIDE oder FUNERAL, verstehen es aber in eindrucksvoller Art und Weise, dem Genre ihren eigenen Stempel aufzudrücken und somit ihren genuin eigenen Sound zu erschaffen. 

Da wäre nämlich die mitunter äußerst trostlos und schwermütig anmutende Atmosphäre, die aber immer wieder durch aufrüttelnde, dynamische, brutale Riffs Hoffnungsschimmer und eine kämpferische Attitüde verbreiten. Ein wahres Auf und Ab der Gefühle ('The Triumph of the Wolf in Death'). Mehr Death als Doom gibt es in dem düsteren und und die Abrissbirne kreisen lassenden 'Prometheus Blinded'. 'In Cold Earth' zeigt dann die melancholisch hymnische Seite der Band. Mehr funerale Festlichkeit im Verein mit kraftvoller Infernalität geht eigentlich nicht. Weltklasse!

Auch in 'All that we need of Hell' dominiert das melodische Moment, allerdings um einiges nachdenklicher und tiefgründiger. Hinzu kommen die fast obligatorischen Wendungen sowie die monolithischen Härten. In Puncto Düsternis und Intensität lassen in 'Harrowed Path' OCTOBER TIDE grüßen. Darüber hinaus besticht der Song durch seine Hammer-Riffs- und Soli. Mit ' I Carve the Heart from the Universe' haben wir in jedweder Hinsicht den längsten Titel des Longplayers, der im Hinblick auf die Emotionen alle Schattierungen der Sehnsucht und der Wehmut zu bieten hat. Der Rausschmeißer 'Blood Marks My Grave' kommt dann etwas versöhnlicher und ruhiger daher, ist aber noch unverkennbar THE DROWNING.

Fazit: THE DRWONUNG (UK) liefern mit „The Radiant Dark“ wirklich ein wahrhaftiges Meisterwerk ab, das in eindrucksvoller Manier Death-Doom-Metal zelebriert und im Hinblick auf atmosphärischer Infernalität, auf riffige Intensität und auf hymnische Festlichkeit keine Wünsche übrig lässt. Fans von OCTOBER TIDE, MY DYING BRIDE, DRACONIAN oder PARADISE LOST dürften ihre wahre Freude an dem Longplayer haben.

Line Up

Steve Hart - Drums
Matt Small (Anakim, Vile Inscription) - Vocals
Jason Hodges - Guitar
Richard Moore (Desecration) - Bass
Mike Hitchen (My Silent Wake) - Guitar

Tracklist

1. Alpha Orionis
2. The Triumph of the Wolf in Death
3. Prometheus Blinded
4. In Cold Earth
5. All that we need of Hell
6. Harrowed Path
7. I Carve the Heart from the Universe
8. Blood Marks My Grave

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