THE HU - THE GEREG

CD Reviews, THE HU - THE GEREG

Die Mongolei assoziieren die meisten Mitteleuropäer mit Jurten und wilden Reiterhorden unter der Führung Dschingis Khans. Dass das zwischen Russland und China liegende Land aber auch Rockmusik als kulturellen Export zu bieten hat, beweisen jetzt THE HU mit ihrem Debutalbum THE GEREG.

The Hu bezeichnen ihren Musikstil selbst als Hunnu Rock. Sie verwenden neben Schlagzeug und Bass traditionelle mongolische Musikinstrumente wie die Pferdekopfgeige, die mongolische Gitarre und setzen auch den traditionellen mongolischen Kehlkopfgesang ein. Das Ergebnis sind abwechslungsreiche Ethnorock-Songs, die dem westlichen Ohr schmeicheln und in ihrer Machart ziemlich einzigartig sind. Auch wenn die fünf Mongolen aus Ulaanbaatar aussehen, als würden sie in Dschingis Khans Truppen dienen, ist die Musik doch sehr melodisch und atmosphärisch und so gar nicht barbarisch. Die Saiteninstrumente und der mongolische Untertongesang schaffen eine Atmosphäre, die die mongolischen Weiten heraufbeschwören. Songs wie „The Legend of Mother Swan“ oder „Song of Women“ wirken eher traditionell, während „Shoog Shoog“ oder „Yuve Yuve Yu“ in die Richtung Hardrock gehen. Auch wenn bei allen Songs auf eine verzerrte Gitarre verzichtet wird, haben diese Songs Energie und Drive. Mein persönlicher Anspieltipp ist übrigens „Wolf Totem“.

Alles in allem ist THE GEREG ein kurzweiliger Langspieler, der Fans des Folk- oder Ethnorock begeistern wird.

Tracklist

  1. The Gereg
  2. Wolf Totem
  3. The Great Chinggis Khan
  4. The Legend Of Mother Swam
  5. Shoog Shoog
  6. The Same
  7. Yuve Yuve Yu
  8. Shireg Shireg
  9. The Song Of Women