The Word Alive - Monomania

CD Reviews, The Word Alive - Monomania

Nach dem Niedergang der analogen Tonträger sind Streams die neue harte Währung des Musikbusiness. In in dieser Hinsicht kann sich die Bilanz von THE WORD ALIVE durchaus sehen lassen. Denn mit den bisherigen fünf Alben kommen die Schmuse-Metalcorer auf respektvolle über 120 Millionen Streams. Das muss man erst einmal nachmachen.

Jetzt stehen die US-Amerikaner mit ihrem neuen Longplayer „Monomania“ in den Startlöchern, ein Opus, das zwölf Tracks umfasst, die sich soundmäßig dem Bereich zuordnen lassen, der im weitesten Sinne noch zum Metalcore gehört, ehrlicher Weise aber zum (Alternative) Rock passt.

Dabei sind elektronische Elemente stilbildend, genauso wie eine gewaltige Portion Pathos, Leidenschaft und Gefühle. Das führt dazu, dass die Songs überaus eingängig und melodiös daherkommen, beim Hören durchaus ein wohliges Gefühl verbreiten und nahezu schwerelos im Äther verschwinden. Bisweilen gibt es auch Momente der härteren Gangart, das erinnert dann schon eher an Metalcore ('Thank You'), vor allem wenn es dann auch zu Screamo-Attacken kommt. Aber auch in diesen Fällen fallen die Rauheit und Härte auf eine weiche Unterlage aus eingängigen Melodien.

Leicht industrialmäßig wird es dann in 'Numb Love (Misery II)', ein Track, der durch seine dynamische Emotionalität im Verein mit intensiver Nachdenklichkeit durchaus punkten kann. 'I'm Sorry You Are Sorry Now' ist ein Song, der durch seine hymnische Attitude etwas herausragt, in 'Searching For Glory' wird in bewährter Manier der Pathosregler wieder hochgedreht.

Fazit: THE WORD ALIVE haben mit ihren Longplayer "Monomania" alles richtig gemachen. Denn der Sound lässt sich mit den eher ruhigeren Liedern von BRING ME THE HORIZON vergleichen, als sich selbige noch nicht in der Seichtheit des Pop verloren haben, das Songwriting erinnert ein wenig an das Erfolgsrezept von AC/DC. Man nehme einen Song und variiere diesen so oft, wie es geht. Das ist nicht negativ gemeint, da die Lieder der Amerikaner überaus eingängig und nett anzuhören sind. Sie hinterlassen halt nur keinen bleibenden Eindruck. Aber das ist ja in Zeiten des Streamings und der Playlisten wohl auch gar nicht das Ziel...

Line Up

Telle Smith - Vocals
Tony Pizzuti - Guitar/Vocals
Zack Hansen - Guitar/Vocals
Matt Horn - Drums

Tracklist

01. Monomania  02. No Way Out  03. Searching For Glory  04. Another Year In the Shadows  05. Greatest Almost  06. Thank You  07. Numb Love (Misery II)  08. K.F.  09. Burning Your World Down  10. Comfort_Chaos  11. I'm Sorry You Are Sorry Now  12. Death Is Only The End When You Assume The Story

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