Them – Return To Hemmersmoor

CD Reviews, Them – Return To Hemmersmoor

Die Deutsch-Amerikanischen THEM, denen man anfangs gerne vorwarf eine KING DIAMND Kopie zu sein, lösen sich von diesen Vorwürfen. Und das durch eine ordentliche Portion Thrash Metal.
Wies das letzte Werk „Manor of the se7en Gables“ deutlich mehr Geschwindigkeit als der Erstling „Sweet Hollow“ auf, legt man hier noch eine ordentliche Schippe obendrauf. Außerdem entfernt sich Sänger Troy „KK Fossor“ etwas von den hohen Falsett Gesängen, die nur noch selten auftauchen. Gerade in seiner mittleren Tonlage kann er kraftvoll punkten.
„Return to Hemmersmore“ ist der dritte, finale Teil einer gruseligen Rachegeschichte um den Protagonisten KK Fossor, dessen Familie getötet wurde und nun geschändet auf Vergeltung aus ist. Genaueres könnt ihr im Interview, das Thorsten mit Gitarrist Markus Ullrich führte, an anderer Stelle lesen.
Musikalisch hat „Return To Hemmersmoor“ einiges zu bieten. Das Album startet mit dem atmosphärischen „Deluvium“ Instrumental, mit einigen gesprochenen Szenen der Geschichte und schlägt danach bei „Age Of Ascension“ ordentlich schnell um sich, um dann mit einem eingängigen Refrain zu überzeugen. Wirkt die Gitarrenarbeit schnell, progressiv und thrashig, erinnert der Chorus an europäischen Speed Metal der Güte Klasse A.
Und rasend geht es auch weiter bei „The Tumultuous Voyage To Hemmersmoor“. Grandiose Soli und ultraschnelles Drumming sorgen in dieser Nummer für Aha-Effekte. Das folgende „Free“ hingegen bietet klassischen melodischen US Metal mit leicht progressiver Ausrichtung. Sicher die eingängigste Nummer auf der Scheibe.
„Fields of Immortality“ ist komplex atmosphärisch, weist aber treibende Eingängigkeit auf. Das längste Stück „The thin Veil“ könnte dann aber doch auf einer der frühen Platten des Dänenkönigs stehen, wenn auch hier die hohen Falsette nur marginal auftauchen. Einer meiner Favoriten ist das spannende, aggressive „Waken“. 
Das pfeilschnelle „Battle Blood“ bietet einen fetten Refrain zum Mitgrölen. Und aggressiv spannend geht es weiter bis zum brutalen Finale „Maestro’s Last Stand“, das, man ahnt es schon, nicht auf ein „Happy End“ hinausläuft. „Finis“ ist ein leises Ausklingen mit Texten der wichtigen Figuren der Trilogie.
Die Scheibe wurde während der Corona Krise aufgenommen, wobei sich die komplette Band nicht persönlich treffen musste, da die Audiodateien über das Internet übermittelt und bearbeitet wurden. Das Ergebnis ist unglaublich gut geworden. Überzeugend neben den Fähigkeiten der Musiker ist hierbei auch das Songwriting und die entstehende Spannung und Atmosphäre auf „Return To Hemmersmoor“ sowie die fette Produktion.
Klare Kaufempfehlung für Fans von Thrash with Class, (progressivem) US Metal und (nun ja) gruseligen Konzeptalben dänischer Prägung.



Line Up

Troy KK Fossor – vocals
Markus Johansson – guitars
Markus Ullrich – guitars
Angel Cotte – drums
Richie Seibel – keyboards
Alexander Palma - bass

Tracklist

01. Diluvium 3:02
02. Age Of Ascension 3:25
03. The Tumultuous Voyage To Hemmersmoor 3:47
04. Free 5:01
05. Field of Immortality 5:53
06. The Thin Veil 6:36
07. Waken 5:43
08. Memento Mori 1:31
09. Hellhounds: The Harbingers Of Death 3:20
10. Battle Blood 3:56
11. Maestro’s Last Stand: 5:40
12. Finis 0:45

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