Timeless Haunt – Haunted Symphony EP

CD Reviews, Timeless Haunt – Haunted Symphony EP

Der Kapellmeister der „Haunted Symphony“ ist in eine dunkle Kutte gehüllt und peinlichst darauf bedacht seine Identität verborgen zu halten. Und auch vom Rest der Band ist nicht viel bekannt. Da muss also die Musik der Debut-EP vollkommen  für sich sprechen. Vorhang auf und Bühne frei zum ersten Akt!
Das Label zieht für den Vergleich sofort ganze große Namen aus dem Hut: SAVATAGE, PSYCHOTIC WALTZ, TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA und ein wenig ICED EARTH und SYMPHONY X. Doch ruhig mit den jungen Pferden, denn noch sind TIMELESS HAUNT nicht soweit, dass sie die besagten Bands eingeholt hätten. Und doch helfen die Vergleiche zumindest zur ungefähren Positionsbestimmung – viel genauer führt mich mein Navi in der Regel auch nicht. Jedoch haben sich TIMELESS HAUNT auch kein allzu starres Korsett angelegt, so dass die Songs durchaus unterschiedliche Einflüsse durchblicken lassen. „Darkness Falls“ etwa beginnt mit einem ALICE IN CHAINS-mäßigen Riff, welches man allerdings auch auf FORBIDDENs „Distortion“ hätte finden können. Das starke „Sands of Agony“ hingegen wird von einer ruhigen Piano-Passage eingeleitet, so dass hier am ehesten Erinnerungen an SAVATAGE wach werden, allerdings auch an QUEENSRYCHE oder HOUSE OF SPIRITS. Für mich der stärkste Song der 5-Track EP.
Der Opener „March of Death“ geht da im Vergleich härter und roher zu Werke und zeigt, dass wir es hier keineswegs mit einer Hochglanzband zu tun haben. Der Songs dürfte Fans von TAD MOROSE ebenso gefallen wie denen von BRAINSTORM. Im epischen „Claustrophobia“ geht es dann musikalisch deutlich progressiver zur Sache und der mysteriöse „Unknown Vocalist“ führt über weite Teile mit Sprechgesang durch den Song. Allerdings finden sich vor allem im Refrain auch typische US Power Metal Elemente á la JAG PANZER, TITAN FORCE & Co. „Hellion Witch“ soll nun als Video ausgekoppelt und mittels gutaussehender Gothic-Braut aufgehübscht werden – so war es jedenfalls in der entsprechenden Suchanzeige zu lesen. Musikalisch zeigt sich der Fünfer hier abermals von der raueren Seite.
Eine knappe halbe Stunde nehmen sich TIMELESS HAUNT für ihren musikalischen Einstand. Zeit genug, um Lust auf mehr zu machen, denn der Fünfer bietet hier einen stilistischen Querschnitt solcher Szenelieblinge wie QUEENSRYCHE, TAD MOROSE und SAVATAGE. Ein gutes Rezept, welches zudem schmackhaft umgesetzt wurde. Gerne mehr davon.



Line Up

Unknown Vocalist:  Lead & Harmony Vocals, Demonic Chants, Sinister Laughs
 
Tommy (The Electric) Eye:  Rhythm Acoustic, Electric, & Lead Guitars, Diabolic Pinch Harmonics
 
George Dimitri:  Extended Range Fretted & Fretless Basses, Piano & Keyboards, Harmony & Back-Up Vocals, Bellow Growls
 
John Jesuele: Thunderous Drums & Haunting Percussion
 
Don “The Wizard of” Fortune: Piano, Keyboards, Organs, Strings, Assorted Evil Sounds

Tracklist

1) March of Death
2) Claustrophobia
3) Hellion Witch
4) Darkness Falls
5) Sands of Agony
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