TIMES OF GRACE - Songs Of Loss And Separation

CD Reviews, TIMES OF GRACE - Songs Of Loss And Separation

Gut 10 Jahre nach dem Debüt Hyms Of A Broken Man, haben sich die drei Herren Leach, Dutkiewicz und Gluszak aufgemacht das zweite Album Songs Of Loss And Separation zu produzieren. Bekanntermaßen sind Leach und Dutkiewicz die "lautesten" Vertreter der Metalcoreformation KILLSWITCH ENGAGE. Als die Musterungsankündigung in die Redaktion flatterte, war ich einerseits verzückt ob der Vorfreude, aber auch skeptisch, denn Songs, die auch mit dem Etikett KILLSWITCH ENGAGE versehen werden können, aber unter TIMES OF GRACES herausgebracht werden, braucht niemand. 
Nach einigen Stunden mit dem Album bin ich sehr versöhnlich, aber nicht überschwänglich. 

Keine Frage, TIMES OF GRACE und KILLSWITCH ENGAGE sind beide im Metalcore verortet, wobei bei TIMES OF GRACE zusätzlich dem Alternative Metal zugeordnet werden kann. Das Debüt wurde veröffentlicht, als bei KE noch Howard Jones das Mikrophon bediente, also die Phase zwischen Jesse Leachs Präsenz als Sänger. Und das Album klang ein wenig anders als KE. Eine Dekade später mit den Songs Of Loss And Separation auf Tasche und Jesse Leach zurück bei KE erwische ich mich, teilweise Morbus MARK TREMONTI zu diagnostieren. Das Krankheitsbild kann wie folgt beschrieben werden: Marginale Unterschiede im Songwriting und Sound in den beteiligten Projekten. Symptommindernd ist bei TREMONTI, dass ALTER BRIDGE und TREMONTI unterschiedliche Sänger haben. Das ist bei KE und TOG nun nicht mehr der Fall. Rescue, Far From Heavenless, Currents und Medusa sind auf Songs Of Loss And Separation die Vertreter, denen ich große Nähe zu KE nachsage. Alledings ist das Krankheitsbild damit trotzdem nicht so ausgeprägt wie beim Namensgeber. 
Am besten gefallen mir auf dem Album die beinahe triefend klischeehaft arrangagierten Nummern wie To Carry The Weight, Cold, Forever, The Burden Of Belief und Mend You. Vor allen Dingen, weil die Herren Leach und Dutkiewicz schön klingende Stimmen haben. Empfand ich bei KE Howard Jones als besseren Sänger, weil er eben nicht nur Shouter ist, so zeigt Songs Of Loss And Separation noch deutlicher als Hyms Of A Broken Man, dass Leach eben nicht nur Vollgas auf die Stimmbänder legen kann. Und diese "seichten" Nummern sollten vielmehr im Vordergrund stehen, um sich wirklich von den KE Kompositionen zu unterscheiden. 

Ist die Gesamtstimmung des Albums als melancholisch mit depressiver Note zu beschreiben, weil es als Therapiestunden von Leach und Dutkiewicz deren Aufarbeitung eigener Herausforderungen verstanden werden kann, so überwiegt für mich als Fazit eine kontrollierte Manie.

 

Line Up

Jesse Leach - Gesang
Adam Dutkiewicz - Gitarre, Bass, Gesang
Dan Gluszak  - Schlagzeug

Tracklist

1. The Burden Of Belief
2. Mend You
3. Rescue
4. Far From Heavenless
5. Bleed Me
6. Medusa
7. Currents
8. To Carry The Weight
9. Cold
10. Forever
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.