Trouble – The Rereleases

CD Reviews, Trouble – The Rereleases

Doom Metal Geschichte gefällig? 2020 wurden die besten TROUBLE Alben von Hammerheart Records neu aufgelegt.
Die Band war zusammen mit CANDLEMASS in den 80ern Doom Metal Pioniere, die den klassischen, frühen 70er BLACK SABBATH Sound mit einem vorher so prägnant nicht gehörten Gitarren Sound und einem einzigartigen Sänger auffrischten. Die Stimme von Eric Wagner ist unverkennbar und passt zu den tonnenschweren Riffs perfekt.
Gegründet wurden TROUBLE vom Gitarristen Rick Wartell bereits 1978, richtig Fahrt nahm die Band aber erst 1981 auf, als ein zweiter Gitarrist und Goldkehlchen Wagner einstiegen. Ihr Debütalbum erschien 1984 unter zwei verschiedenen Titeln. In Europa wurde das Album als „Trouble“ veröffentlicht, in den USA unter dem Titel „Psalm 9“. Das führte 1990 übrigens zu Missverständnissen, da deren derzeitiges Album auch den Titel „Trouble“ trug. „Psalm 9“ hat einiges zu bieten. Es ist sehr heavy, tonnenschwer, kommt aber auch an einigen Stellen nicht nur schleppend, sondern auch treibend und schneller in Fahrt. Die Stimme von Eric Wagner krönt das einzigartige Doom Metal Album, welches für eine solide Fan Gemeinde sorgte. Verfeinert wurde der Stil auf dem Zweitwerk „The Skull“, welches noch düsterer um die Ecke kam und sich etwas mehr zum depressiven Fundament des Doom Metal schaute. Ebenfalls ein Klassiker. Die nächste Scheibe „Run To The Light“ aus dem Jahr 1987 ist leider nicht bei den Wiederveröffentlichungen dabei. Hier tauchte die Band noch tiefer in ihre Wurzeln ein. Leider war die Produktion den sehr starken Songs nicht angemessen. 1989 wechselte das Quintett den Plattenvertrag und landete bei Rick Rubin auf Def American Records. Rubin reduzierte den Sound der Band und das 1990 (wieder) selbstbetitelte Album kam sofort auf den Punkt. Nummern wie „At The End Of My Days“, „R.I.P.” oder “Black Shapes Of Doom” sind noch immer im Programm der Band. „Trouble“ verkaufte sich ordentlich und sorgte für ein „Karriere-Update“. Das folgende 1992er „Manic Frustration“ sorgte für einen noch druckvolleren Gitarrensound, noch mehr Groove und Einflüsse aus den 60er Jahren. Gleich das Eingangsriff vom Opener „Come Touch The Sky“ sorgt für tanzbaren Heavy Metal mit klarem Headbang Drang. Und das direkt folgende „‘Scuse Me“ setzt noch fett einen drauf. Radiotauglicher kann dieser Sound nicht sein. Ein bisschen weniger klassischer Doom, etwas mehr Stoner Rock hätte dieses Album zum Überflieger machen müssen, doch leider blieb der große Durchbruch aus. Auch eher Beatles artiges wie das ruhige „Rain“ und das fast schon an Pink Floyd artige „Breathe…“ (Donovan Cover) ließen TROUBLE im Grunge Nirvana untergehen. Essenziell ist „Manic Frustration“ trotzdem.
Fazit für Doom Metal Fans: sollten diese Alben noch nicht in eurer Sammlung sein, besteht nun die Möglichkeit es zu ändern.

Tracklist

1.Psalm 9 (1984)
2.The Skull (1985)
3.Trouble (1990)
4.Manic Frustration (1992)

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Trouble
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