Ugly Kid Joe - Rad Wings Of Destiny

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Wahrscheinlich werden sich viele fragen: „UGLY KID JOE – gibt’s die denn noch? Ja, und zwar wirkungsmächtiger, vielseitiger und geiler als gedacht. Denn wie ein guter Wein ist auch der Sound gereift und man nimmt es mit zwinkernden Auge auch mit allerlei Rockgrößen auf, aber nicht, um nur zu kopieren, sondern um die Originale noch zu übertreffen.
Und so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass 'That Ain't Linvin' der beste in letzter Zeit erschienene ACDC-Song ist. Groovig, mitreißend und gute Laune verbreitend kommt 'Not Like The Other' daher, nur, um dann von dem nachdenklicheren, melancholischen 'Everything's Changing' abgelöst zu werden, ein Track, der ein wenig zwischen Singer-Songwriter-Attitüde und Powerballade changiert, aber auch eine unterschwellige Country-Atmosphäre verbreitet. Herrlich! Die schon vorab veröffentlichte Single 'Kill The Pain' verbindet sehnsuchtsvolle Wehmut mit einer gehörigen Portion brachialer Energie, ganz nach dem Motto, dass es irgendwann wieder aufwärts gehen wird.

Natürlich hat man auch keine Berührungsängste mit den KINKS, denn ohne Hemmungen covern UGLY KID JOE deren Hit 'Lola'. Besonders herausragend sind hier die an alte Zeiten anknüpfenden rauen Vocals von Whitfield Crane. Ein charaktervoller und quirliger klassischer Hard-Rock-Song liegt in 'Dead Friends Play' vor, wohingegen 'Up In The City' bisweilen den Vibe von 'Sweet Home Alabama' atmet, aber vor allem durch seine soulige Emotionalität zu punkten vermag. Hammer! Nicht nur des Problems 'Drinkin' & Drivin'' nimmt sich der gleichnamige Song an, ein wahrhaftiger Country-Song, sondern er wird auch durch Wortspielereien und Wortwitz zu etwas ganz Besonderem. 'Failure', eine Mischung aus ZZ-TOPscher Direktheit und australischer Eingängigkeit, hat das Zeug zu einem wahren Klassiker, während 'Long Road' der angeloopten Leichtigkeit ein frohgemutes und optimistisches Denkmal setzt.

Kurz: Wie das Leben manchmal so spielt: Je oller, je doller. UGLY KID JOE legen mit „Rad Wings Of Destiny“ ein wirklich herausragendes Album vor, das nicht nur durch Abwechslungsreichtum und Vielfältigkeit auffällt, sondern das durch die immer wiederkehrende Orientierung an australischer hardrockiger Energie, an countrymäßiger Eingängigkeit und an melancholischer Wehmut zu einem organischen Ganzen wird und somit mehr als zu überzeugen weiß. Die Kalifornier sind so viel mehr als 'Cats In The Cradle' und 'Everything About You'!
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