Vicious Rumors – Celebration Decay

CD Reviews, Vicious Rumors – Celebration Decay

Eine US Metal Legende wie VICIOUS RUMORS lebt seit Jahrzenten von den genialen Veröffentlichungen der 80er und frühen 90er Jahre. Damals noch am Mikrofon war der legendäre, leider aber bei einem Motoradunfall verstorbene Carl Albert. Danach kam das Besetzungswechsel Karussell bei den Amis ins Laufen wie bei kaum einer anderen Band.
Nicht dass nach der Albert Ära kein vernünftiges Album aus dem Hause Thorpe (Gitarre) und Howe (Drums) erschien (sicher gab es Mitte der 90er Tiefpunkte), an die Klassiker (Digital Dictator, Welcome to the Ball, Vicious Rumors) kam aber keins mehr heran. Am ehesten noch das 2006er Album Warball mit James Rivera (Hellstar) am Mikro, Razorblade Killer (Gesang: Brian Allen) oder Concussion Protocol mit Nick Holleman als Sänger. Holleman hat die Band aber schon wieder verlassen. Der neue Sänger Nick Courtney hat sicher eine vielseitige Stimme, kann aggressive Screams wie auch melodisch agieren, wird allerdings an viel zu vielen Stellen zum Brüllen aufgefordert. Der Voice - Harmonizer bei „Long Way Home“ macht ein atmosphärisches Stück völlig kaputt. Bitte nie wieder: weniger ist manchmal so viel mehr.
Aber Schritt für Schritt: der sehr aggressive Titeltrack überzeugt nach melodischem Gitarren Intro mit Thrash Metal Riffs für ungewohnte Brachialität. Nicht schlecht. Hier erinnert die Stimme von Courtney an Dave Padden (Annihilator). „Pulse Of The Dead“ ist sicher nicht schlecht, kommit mit vernünftigem Drive, aber leider viel unpassendem Gebrüll (die hohen Schreie stimmen aber). Auch die Gitarrenarbeit stimmt. Nur einprägsam ist die Nummer nicht. Da können die folgenden drei Nummern viel eher überzeugen. Doch dann kommen drei eher nichtssagende Songs hintereinander. Langweilig ist der Midtempo Stampfer „Cold Blooded“, der wie Metal vom Reißbrett klingt. Auch die erste „Single“ „Death Eternal“ bietet nichts faszinierend Neues an.  Das Pfeilschnelle „Collision Course Desaster“ bringt etwas Fahrt auf, ist aber vergleichen mit frühen Klassikern wie „World and Machines“ eher hinten dran. Der Rausschmeißer „Masquarade of good Intentions“ sorgt dann endlich doch noch dafür, dass man Vicious Rumors noch nicht komplett an den Erwartungen scheitern. Insgesamt also eine stark schwankende Scheibe.
Die Gitarrenarbeit überzeugt wie gewohnt bei VICIOUS RUMORS. Dass ein neuer Gitarrist und Bassist an Board sind fällt nicht besonders auf. Würde sich Sänger Courtney auf seine Stärken konzentrieren und weniger dauernd zwischen verschiedenen Gesangsstilen wechseln, könnte man sich ein weiteres Album mit ihm vorstellen. Hier driftet die Band leider ab.
Es lohnt sich trotzdem die Band live anzusehen, denn auf der Bühne habe ich noch keinen Reinfall bei VR (egal mit welchem Sänger) erlebt.

Line Up

Nick Courtney – vocals
Geoff Thorpe – guitars
Gunnar Dügrey – guitars
Robin Utbult – bass
Larry Howe – drums

Tracklist

01. Celebration Decay 4:31
02. Pulse Of The Dead 04:08
03. Arrival Of Desolation 5:42
04. Any Last Words 3:34
05. Asylum Of Blood 04:11
06. Darkness Divine 04:49
07. Long Way Home 03:48
08. Cold Blooded 04:23
09. Death Eternal 03:44
10.Collision Course Disaster 03:31
11. Masquerade Of Good Intentions 04:48

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