Voivod - Lost Machine - Live

CD Reviews, Voivod - Lost Machine - Live

Es ist wohl kein Zufall, dass in Zeiten der Corona Pandemie so viele Live Alben erscheinen. Jetzt reihen sich auch VOIVOD ein.
Theoretisch ist die Veröffentlichung eines Konzertmitschnitts in Zeiten des Lockdowns eine potentielle win-win-Situation. Die Bands haben die Möglichkeit etwas zu verdienen und die Fans bekommen einen Ersatz für die schmerzlich vermissten Gigs.
VOIVOD sind live und auf Konserve eine meiner absoluten Lieblingsbands und eine der wenigen, bei deren Stilwechseln ich immer mitgehen konnte. Die Kanadier waren unglaublich wichtig für die Szene und sind unter Musikerkollegen hoch angesehen. Trotzdem tingeln sie in den letzten Jahren durch kleine Clubs, wenn sie nicht gerade Teil eines Packages sind. Großen Respekt habe ich davor, dass das ihrer Spielfreude keinen Abbruch tut. Ein schwaches VOIVOD Konzert? Fehlanzeige!
Mit dem „We are connected“ Intro von ´Killing Technology´ beginnt auch dieses Konzert. Im Gegensatz zu den „richtigen“ Konzerten fühle ich mich beim Hören von ´Lost Machine´ nur bedingt mit der Band verbunden. Ein Konzert ist einfach nicht zu ersetzen. Gerade bei VOIVOD vermisse ich, dass alle vier ihr schelmisches Grinsen zeigen und einem die technischen Finessen mit unglaublicher Leichtigkeit um die Ohren hauen.
Die Songauswahl ist OK, und reicht von ´Overreaction´ über ´The Prow´ bis zu Songs des aktuellen ´The Wake´ Albums. Angenehm ist auch, dass es nicht so scheint als wäre die Aufnahme im Nachhinein noch großartig aufpoliert worden. So bleibt der Unterschied zu Studioversionen erhalten. Laut Info handelt es sich um den Mitschnitt eines einzelnen Konzerts, da ist es mir unverständlich, dass das Publikum nach jedem Song aus und eingeblendet wird. Das ist tödlich für die Liveatmosphäre. VOIVOD sind eine der wenigen Bands bei denen das Publikum (zumindest in Deutschland) schon zwischen Song eins und zwei den Bandnamen skandiert.

Ein richtiges Konzert kann ´Lost Machine´ nicht ersetzen und wirkliche Live Stimmung kommt wegen der Ausblendungen nicht rüber. Da schaue ich mir lieber das massige Bonusmaterial auf den ReReleses der Noise Veröffentlichungen an und warte sehnsüchtig auf das nächste richtige Konzert dieser Ausnahmeband.

Line Up

Dennis “Snake” Belanger - Vocals
Daniel “Chewy” Mongrain - Guitar
Dominic “Rocky” Laroche - Bass
Michel “Away” Langevin - Drums

Tracklist

1. Post Society
2. Psychic Vacuum
3. Obsolete Beings
4. The Prow
5. Iconspiracy
6. Into My Hypercube
7. The End Of Dormancy
8. Overreaction
9. Always Moving
10. Fall
11. The Lost Machine
12. Astronomy Domine
13. Voivod

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