Volter – High Gain Overkill

CD Reviews, Volter – High Gain Overkill

Als ich dem MOTÖRHEADologen Ossowski das neueste Werk der hannoverschen Oktan-Rock’N’Rollern VOLTER zur Besprechung anbot, war seine nordisch-kühle Antwort: „Machen live bestimmt Spaß, aber zuhause höre ich doch lieber Motörhead!“ Auch die anderen 8-Ball Jünger der Reaktion sind nach meiner Anfrage umgehend abgetaucht, so dass es nun an mir liegt, den Ball einzulochen.
So ganz Unrecht hat Kollege Ossowski natürlich nicht, denn mit seiner Aussage umreißt der die wichtigsten Merkmale der Niedersachsen: Live sicherlich eine Macht und musikalisch definitiv in der Besucherritze von Lemmy & Co entstanden. Mittlerweile muss man aber fast vermuten, dass der deutsche Norden besonders viele Dreckrocker zutage fördert: NITROGODS, BLACK CHAMBER 69, OHRENFEINDT und eben auch VOLTER.
Es ist offensichtlich, dass das Trio mit ihrer Musik keinen Originalitätspreis gewinnen will. Es ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass VOLTER mehr Sprit im Hintern haben als MOTÖRHEAD in ihren letzten Jahren – aber natürlich sind sie auch etwas jünger. Trotzdem: Die Hannoveraner mischen ihrem MOTÖRHEAD ROCK’N’ROLL noch eine ordentliche Portion Punk und Straßenköterrock bei und feuern sich so durch die elf Songs ihres Zweitwerks.
Brauchte die Welt VOLTER? Vielleicht nicht und die Songs auf „High Gain Overkill“ haben wohl auch nicht unbedingt den Hitcharakter einiger MOTÖRHEAD Evergreens, aber ordentlich Dampf unterm Popo haben sie allemal – und das ist doch auch ne gute Sache. Außerdem hat ein Song wie „Nothing“ durchaus das Potential dauerhaft in die Playlist Einzug zu finden. Da hinken Phil Campell und seine Bastard Sons doch deutlich hinterher.
Fazit: „High Gain Overkill“ bietet genau das, was der Titel verspricht: Rotzigen MOTÖRHEAD Rock’N’Roll, der trotz aller Ähnlichkeiten zum britischen Vorbild doch frisch und unverbraucht klingt und wohl nichts anderes will als zu unterhalten. Und das tun VOLTER zweifellos.

Line Up

Anton
Gregor
Jake - Gitarre

Tracklist

1. High Gain Overkill
2. The Road Is Mine
3. Kiss My Ass
4. Black Skies
5. Damage Dealer
6. Shake
7. Nothing
8. Boogie Ride
9. Crimson Sky
10. Rockstar
11. Messiah´s Call

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Volter

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