Vypera – Eat Your Heart Out

CD Reviews, Vypera – Eat Your Heart Out

In den großen Print-Magazinen konnten sich die schwedischen Newcomer von VYPERA nur mittelmäßige Bewertungen erspielen. Zu Unrecht, denn was der Vierer aus Sandviken auf seinem Debüt abliefert, ist handfester Schweden Hard N Heavy.
Gegründet als Coverband unter dem Banner MADHOUSE, wollten Gründer Andreas Wallström und seine Mannen schnell mehr als nur eine Coverband sein. Man wollte den Vorbildern Rainbow, Icon, King Kobra, London, Triumph und W.A.S.P. nacheifern. Mir persönlich fehlt hier eine Referenz, aber vielleicht erschien sie dem Autor des Bandinfos auch einfach zu offensichtlich: EUROPE. Wer mit dem Frühwerk der Schweden liebäugelt, der wird auch an VYPERAs Debüt Gefallen finden, zumal der Vierer mit dem deutlich kompakteren Sound auftrumpfen kann. „Danger“ ist für mich zweifellos der beste EUROPE Song seit 30 Jahren, der nicht auf einem EUROPE Album erschienen ist. Selbst stimmlich reicht Andreas Vallström hier fast an den großen Joey Tempest heran. Schnelle Stücke wie „Rock N Roll“ oder „Fool for the Night“ könnten auch durch die frühen PRETTY MAIDS beeinflusst sein. Das letzte Drittel des Albums finde ich dabei am stärksten.
Nicht jeder Song auf „Eat Your Heart Out“ ist ein Volltreffer, aber einen echten Stinker gibt es auch nicht, so dass man die 11 Songs problemlos und mit Freude immer wieder durchhören können, zumal man im Hause Frontiers darauf verzichtet hat, der Truppe den Haussound überzustülpen. So klingen VYPERA frisch, jung und nach den guten alten Zeiten. Passend dazu wurde das Bandlogo im besten 90ies Layout designed.
Mit ist unverständlich, weshalb viele etablierte Bands in den großen Magazinen trotz halbgarer Alben mit Höchstnoten übers Ziel getragen werden, während vielversprechende Newcomer stiefmütterlich behandelt werden. VYPERA liefern mit „Eat Your Heart Out“ ein wirklich vorzeigbares, starkes Melodic Hard N Heavy Album ab, welches Fans der frühen EUROPE, PRETTY MAIDS aber auch der Amis von HURRICANE auf jeden Fall gefallen dürfte. Starker Einstieg! Mehr davon!

Line Up

Andreas Wallström - Vocals
Christoffer Thelin - Guitars
Andreas Andersson - Bass
Johan Pettersson - Drums

Produced by Cederik Forsberg (Crystal Viper, Blazon Stone)

Tracklist

Slow Me Down
Standing On The Edge
Spellbound
Sierra
Rock N' Roll
Fantasy
Straight For The Kill
Danger
Fool For The Night
Cold As Ice
Wingborne
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.