Warrior Path – Warrior Path

CD Reviews, Warrior Path – Warrior Path

Kaum schicken sich MANOWAR an ihre Fellschlüpfer an den Nagel zu hängen und sich seniorengerechteren Aktivitäten als dem truemetallischen Schwertkampf hinzugeben, da stehen die jungen Wilden mit der Keule in den Startlöchern, um den True Metal Olymp zu erobern.
Bei WARRIOR PATH handelt es sich, das hat Bandkopf Andreas selber erkannt, um eine weitere Supergroup oder um ein weiteres Einmann-Projekt mit hochkarätiger Unterstützung. Ich würde vielleicht für die zweite Variante stimmen. Der Grieche Andreas Sinanoglou hat sich für sein Debütalbum Unterstützung von BEAST IN BLACK Fronter Yannis Papadopoulos und FIREWINDs Bob Katsionis geholt. Letzter drehte als Produzent auch an den Knöpfchen und hat die Scheibe mit einem passenden True Metal Sound versehen. Das Cover wurde von Dimitar Nikolov gestaltet, der bereits für Ross The Boss, Sacral Rage und Wisdom tätig war.
Nach dem epischen Opener „Riders of the Dragon“ geht es mit „The Hunter“ etwas schwungvoller weiter und man fühlt sich an Bands wie MAJESTY oder BLOODBOUND erinnert. Spätestens bei „A Sinnersworld“ muss man feststellen, dass die Band musikalisch kein MANOWAR Klon ist, sondern viel mehr vom traditionellen Power Metal beeinflusst ist und die Zutaten einer anständigen NWoBHM  Scheibe („Stormbringers“) scheinen ebenso durch wie die Einflüsse des teutonischen und schwedischen Metal. Vor epischen Kompositionen scheut Mastermind Sinanoglou jedenfalls nicht zurück, so dass mit „Black Night“ und „The Path of the Warrior“ schon mal an der 10 Minuten-Marke gekratzt wird. Aber Songs mit einer Länge von über 6 Minuten sind hier ohnehin keine Ausnahme, so dass der Metalhead am Ende eine gute Stunde echten Stahl zu hören bekommt. Zwischendurch gibt es mit Songs wie „Fight For Your Life“ aber auch immer wieder schnelle Nummer im Stile von Bands wie ROCKA ROLLAS & Co. Das balladeske „Dying Bird of Prey“ haut dann sogar eine gehörige Portion Schmalz raus und wartet mit großem Refrain auf, bevor „Valhalla I’m Coming“ das Ende der Scheibe einleitet. Ob es hier noch einen epischen Song gebraucht hätte, ist vielleicht Geschmackssache. Ich hätte mir auch einen schnelleren Rausschmeißer vorstellen können.
WARRIOR PATH kämpfen nicht mit stumpfem Schwert, stellenweise fehlen den Songs aber noch die ganz großen Refrains, um wirklich aus der Masse der Veröffentlichungen herauszustechen. Nichtsdestotrotz ist das selbstbetitelte Debütalbum ein gelungener Einstand auf dem man problemlos aufbauen kann. Mal sehen, was die Krieger aus Griechenland in der Zukunft noch so bieten…
 

Line Up

Andreas Sinanoglou: Guitar
Yannis Papadopoulos: Vocals
Bob Katsionis: Bass, Keyboards & Guitars
Dave Rundle: Drums

Tracklist

1. Riders Of The Dragons (7:11)
2. The Hunter (5:55)
3. A Sinnersworld (3:39)
4. Stormbringers (3:57)
5.  Black Night (8:18)
6.  The Path Of The Warrior (09:59)
7.  Fight For Your Life (3:54)
8.  Mighty Pirates (6:30)
9.  Dying Bird Of Prey (6:21)
10. Valhalla I'm Coming (6:23)