Wild Souls – Queen Of My Heart

CD Reviews, Wild Souls – Queen Of My Heart

Eine junge Dame in 80er Jahre Rot sitzt vor einer übergroßen Dildo-Projektion. Klingt ja STEEL PANTHER. Doch tatsächlich stellen sich so die Griechen WILD SOULS ihre „Herzdame“ vor.
Nach musikalischen Vorbildern muss man spätestens nach den ersten Sekunden von „Nothing But Loving You“, welches mehr als offensichtlich durch WHITESNAKEs „Bad Boys“ beeinflusst wurde. Macht aber nicht, denn der Song erfüllt seine Rolle als schwungvoller Opener hervorragend. Und mit „Love Ain’t No Lie“ erinnert man schließlich an die Landsmänner von OUTLOUT: dominante Keyboard-Teppiche gepaart mit soliden Riffs und einer sonoren Kuschelstimme von George Nikolaou. Der Frontmann zeigt sich ohnehin recht flexibel. Im Opener galt es noch einige metallische Höhen zu erklingen, während er nun deutlich dunkler zu Werke geht und dem Song somit eine wohlige Wärme verleiht. „Ready to Rock“ wurde vermutlich aus einer in den 80ern tiefgefrorenen Samenspende gezüchtet. Toller Vibe. Beim titelgebenden Track handelt es sich um eine gutklassige Power Ballade, die jedem schunkelwütigen Hardrocker eine Gänsehaut beschert und wohl abermals als Hommage an den großen David Coverdale verstanden werden darf. „Sexcellent“ – na ja, da können wir ruhig weiterskippen. Und „I Remember You“ klingt erneut deutlich mehr nach WHITESNAKE als nach SKID ROW. Die Jungs haben ihre Hausaufgaben auf jeden Fall gemacht. „Hold Me Tight“ könnte fast als kleine Kampfansage an die Schweden-Connection um H.E.A.T., CRAZY LIXX & Co verstanden werden.
WILD SOULS bedienen sich zwar ganz offensichtlich im Second-Hand Laden des 80er Jahre Hardrock, sie kombinieren aber so geschickt, dass sie am Ende nicht wie ein lächerliches Relikt einer längst vergangenen Zeit wirken. Stattdessen stillt „Queen Of My Heart“ den Hunger nach einer Fortsetzung von Klassikern wie „1987“ oder „Slip of the Tongue“ – auch wenn WILD SOULS natürlich (noch) nicht mit ihren musikalischen Vorbildern auf Augenhöhe musizieren und komponieren.
WILD SOULS sind ein bisschen wie Rinderroulade mit Klößen: nicht besonders originell oder hipp, aber dafür lecker und sättigend.

Line Up

George Nikolaou: Vocals
Kostis Tsiligiris: Guitars
Thanos Kalantzopoulos: Guitars
Leyteris Nasos: Bass
Michael Saroglou: Drums

Guest musicians:
Dimitris Kyriakidis: Guitar / I Remember You
Tasos Kalafatis: Keyboards / Set Me Free, Hold Me Tight

Tracklist

01) Nothing But Loving You, 02) Night Groove, 03) Love Ain't No Lie, 04) Ready To Rock, 05) Queen Of My Heart, 06) Sexcellent, 07) I Remember You, 08) Set Me Free, 09) Snakebite, 10) Hold Me Tight, 11) Beyond The Stars, 12) Street Eagles.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.