Wolfheart - Constellation Of The Black Light

CD Reviews, Wolfheart - Constellation Of The Black Light

Auf die Finnen von WOLFHEART ist wirklich Verlass. Denn auch auf ihrem mittlerweile vierten Album „Constellation Of The Black Light“ gelingt es den Mannen um Mastermind Tuomas Saukkonen in eindrucksvoller Weise, das Niveau der vorangegangenen Longplayer zu halten, was angesichts von „Tyhjyys“ gar nicht so einfach war. 

Doch ihr melodischer Death Metal, der in der Selbsteinschätzung als „Winter Metal“ bezeichnet wird, hat nichts an seiner Durchschlagskraft verloren. Nach wie vor gibt es in Puncto Riffs mächtig etwas auf die Ohren, Brachialität und Dynamik gehen eine überaus fruchtbae und ertragreiche Mischung ein ('Breakwater'). Hinzu kommt die typische finnische Nachdenklichkeit, Tiefgründigkeit und Melancholie. Soweit im Nordosten nichts Neues.

Aber anders als auf ihrem Vorgängeralbum wird die melancholische Düsternis durch eine durchaus wahrnehmbare Portion Hoffnung und Mut aufgehellt. Hinzu kommt, dass die Tracks epischer angelegt sind und den instrumentalen Partien erheblich mehr Spielraum eingeräumt wird. Bestens zu beobachten auf dem über zehnminütigen Opener 'Everlasting Fall'. Gleichzeitig sind dadurch die hintergründigen Keyboards deutlicher zu vernehmen. Und schließlich scheint das gesamte Songwriting auch etwas verspielter und durchdachter angelegt worden zu sein ('Defender').

Vor diesem Hintergrund kommt das schon vorab veröffentlichte Lied 'The Saw' über aus folk-hymnisch daher, wohingegen 'Forge With The Fire' eine sehr eisige Atmosphäre verbreitet. 'Defender' brilliert durch seine phasenweise sehr funerale Grusel-Attitüde, während der Rausschmeißer 'Valkyrie' noch einmal alle Register zieht und einem das melancholische Gefühl unendlicher Weiten vermittelt. Hammer!

Fazit: Die melodischen Todes- und Wintermetaller von WOLFHEART haben die martialischen Essentials ihres genuin eigenen Sounds nicht aus den Augen verloren, selbige aber durch ein deutliches Mehr an festlicher, bisweilen frohgemuter Epik konsequent weiterentwickelt und mit „Constellation Of The Black Light“ somit einen Longplayer erschaffen, der die Vergleiche mit seinem fulminanten Vorgänger nicht zu scheuen braucht. Melodic Death Metal at it's best!

Line Up

Tuomas Saukkonen: Guitar, Vocals
Mika Lammassaari: Lead guitar
Joonas Kauppinen: Drums
Lauri Silvonen: Bass, Backing Vocals

Tracklist

01. Everlasting Fall
02. Breakwater
03. The Saw
04. Forge With The Fire
05. Defender
06. Warfare
07. Valkyrie