Wormwood - Nattarvet

CD Reviews, Wormwood - Nattarvet

Aus dem hohen Norden machten sich Wormwood vor vier Jahren auf, die Welt zu erobern. Ihre Kraft schöpften sie dabei aus der Natur, die sie umgab. Zwei Jahre brauchten sie nun, um mit ihrem Zweitwerk „Nattarvet“ ihren Standpunkt noch einmal zu untermauern.
Dabei gehen die Schweden eher rustikal zu Werke und spielen angenehm rauen, aber dennoch melodiösen Death Metal mit schwarzem Einschlag, der von zahlreichen paganen Elementen durchsetzt ist.  Großteils sind die Lieder dabei Midtempo-Stampfer mit breiter Soundwand („Av Lie Och Börda“, , über der die Leadgitarre historisch angehauchte Melodien und Gitarrensoli legt, wenn nicht gerade die Rhythmusfraktion zur Blastbeat-Phase ansetzt. Sänger Nine röhrt recht tief dazu, ab und zu unterbrochen von Shout-Passagen à la EINHERJER oder BORKNAGAR. Bei „Sunnas Hädanfärd“ wird er dabei von Erik von MANEGARM unterstützt.

„I Bottenlös Ävja“ bietet Abwechslung mit stimmungsvollem Vogelgezwitscher-Intro und längeren Akustik- und Klargesang-Phasen. „Arctic Light“, „The Achromatic Road“ und der fast zwölf Minuten lange Abschluss „The Isolationist“ sind die englisch-sprachigen Stücke der Scheibe, fallen ansonsten aber nicht aus dem allgemeinen Pagan-Rahmen, der finale Song baut sich dabei ausgehend vom zurückhaltenden Intro zu epischen Ausmaßen auf, verliert sich dann allerdings im Mittelteil in Instrumentalpassagen.

Die die abwechslungsreiche Musik ist handwerklich gute gemacht, nur manchmal kommt das Schlagwerk etwas zu dumpf daher. Die ruhigen Passagen wirken nicht aufgesetzt, das Rad haben WORMWOOD mit der Scheibe aber auch nicht neu erfunden. Falls es live möglich ist, sollte man den Vierer als Neuentdeckung auf jeden Fall mal antesten.

Line Up

Nine - Gesang
T.Rydsheim - Gitarre, Bass, Keyboard
D.Johansson - Schlagzeug
J.Engström - Gitarre

Tracklist

1.     Av lie o börda      
2.     I bottenlös ävja
3.     Arctic Light     
4.     The Achromatic Road      
5.     Sunnas hädanfärd     
6.     Tvehunger     
7.     The Isolationist