Zimmers Hole - Legion of Flames

CD Reviews, Zimmers Hole - Legion of Flames

  • Zimmers Hole - Legion of Flames
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  • Erstellt am: Freitag, 05 April 2002
  • Label: Virusworx Records
  • V.Ö.: 05 April 2002
  • Bewertung: Zimmers Hole - Legion of Flames

Oh Mann, ich muss mir erst mal die Freudentränen aus den Augen wischen! Ich hatte mich nach dem Genuss des Debüt-Albums „Bound By Fire“ ja schon auf einiges gefasst gemacht, doch mit „Legion of Flames“ haben ZIMMERS HOLE ein richtiges Meisterwerk abgeliefert.


Byron (b), Jed (g; beide von STRAPPING YOUNG LAD), Steve (d) und Chris (v) sind absolute Meister ihres Fachs und spielen so manche Band, die sich technisch anspruchsvollen Knüppelmetal auf ihre Fahnen geschrieben hat, locker an die Wand! Drummer Steve Wheeler kann sogar locker Gene Hoglan das Wasser reichen, und Chris Valagao ist ein Stimmwunder, das sämtliche Stilrichtungen des Metal beherrscht.
Und diese kommen auf „Legion of Flames“ auch alle zum Einsatz. In 50 Minuten hauen uns ZIMMERS HOLE 20 Tracks um die Ohren, wobei man sich garantiert nicht über mangelnde Abwechslung beklagen kann. Von derbstem Death-Grind-Gekloppe über Power Metal – Hymnen bis zum Rock’n’Roller – alles wird auf diesem Album in Perfektion geboten, ohne dabei aufgesetzt oder peinlich zu wirken, denn wie gesagt: Die Jungs können spielen, und die Freude daran hört man ihnen auch an. DEVIN TOWNSEND hat die Scheibe darüber hinaus mit einem brillanten Sound versehen, was die musikalische Differenziertheit der Stücke perfekt rüberbringt.
Dennoch laufen ZIMMERS HOLE Gefahr, nicht ernst genommen zu werden, weil sie es selber auch nicht tun. Nichts und niemand ist ihnen ernst und heilig, kein Metal-Klischee wird ausgelassen. Und so verleiht der so genannte „Tribe of the Four Lordes“ seinem neuen Album einen Spaß-Gehalt, den man bislang selten gesehen hat. Dieser reicht von wenig tiefgründigen Texten wie „My baby left me for a 1000 miles of cock / A 1000 miles of cock / Yee-Haw!“ bis zu einer METALLICA-Verballhornung, bei der “Master of Puppets”-Riffs schamlos geklaut und mit Zeilen wie „Napster, Napster, where’s the cash that I’ve been after“ unterlegt wurden. Auch die Erkenntnis „Satan Is A Gay Porno Star“ ist mir neu. Klar kann man bei ZIMMERS HOLE nicht mit intellektuell fordernder Unterhaltung rechnen, doch wer will das schon, wenn er intelligent und gut gemachten Metal mit Grinsegarantie haben kann! Besser, als sich J.B.O. reinzuziehen (obwohl die auch gut spielen können)…
Zusammenfassend kann ich nur sagen: Kauft euch dieses Album, wenn ihr lachen und trotzdem nicht auf gute Musik verzichten wollt! The Hole is the law!