In Flammen Open Air 2018
  • In Flammen Open Air 2018
  • Es schlägt Dreizehn beim IN FLAMMEN OPEN AIR.

    Mitte Juli trafen sich einmal mehr Freunde der harten Klänge in Torgau, um die gesamte Bandbreite der Musik zwischen klassischem Heavy Metal bis hin zu nicht jugenfreien, wie ironischem Porn-Grind zu zelebrieren und dabei traditionell sowohl dem Underground wie Szene-Größen und Urgesteinen in einzigartiger Atmosphäre zu huldigen. Dazu Hochzeiten, Heiratsanträge, Kaffee und Kuchen, Sport und Eis im Schatten altehrwürdiger Bäume, die legendäre Froschkotze nicht zu vergessen. Um es vorweg zu nehmen: Torgau, der Entenfang und das IN FLAMMEN haben einmal mehr gerockt und das Twilight Magazin war mittendrin.

Final Cry - Zombique

Final Cry - Zombique

  • FINAL CRY begleiten mich nun schon seit ihrem zweiten Demo "Stormclouds", genauer gesagt seit 1996, durch mein metallisches Leben. Die Niedersachsen haben seither mit "Wavecrest" 1997, "Spellcast" 2000, "Wolves Among Sheep" 2002 und "Neptunes Relief" 2006 vier Longplayer in Eigenregie veröffentlicht bis irgendwann nach jener Veröffentlichung ein großer Bruch kam und die Band in der Versenkung verschwand, ohne dass man sich jedoch jemals auflöste.

Moritz Grütz - Metallisierte Welt - auf den Spuren einer Subkultur

Moritz Grütz - Metallisierte Welt - auf den Spuren einer Subkultur

  • SEPULTURA hatten Ende der 80er noch einen fetten Exoten-Bonus, der gilt in der globalisierten Welt für Brasilianer nicht mehr. Wie aber ist es heute bei Bands, die aus Surinam, Aserbaidschan oder von den Färöer Inseln stammen und den metallischen Klängen frönen?

Ein kleiner Metal-Guide

Ein kleiner Metal-Guide

  • Dieser kleine Metal-Guide ist nicht revolutionär aber das Buch mit einer Mischung aus Cartoon und Comic bietet einen (selbst-)ironischen Einblick in die Metal-Welt.

In Flammen Open Air 2017
  • In Flammen Open Air 2017
  • Die Historie des IN FLAMMEN OPEN AIR´s reicht zurück bis ins Jahr 2004. Und in den vergangenen Jahren hat sich das Festival durch die stetig hochkarätigen wie abwechslungsreichen Besetzungen einen herausragenden Ruf in der Szene erworben, der Veranstalter Thomas Richter und seinem Team vorauseilt und sich somit in den Fokus der Metalheads, die eine gemütliche Atmosphäre in einem überschaubaren Rahmen abseits von Massenabfertigungen und Volksfest-Umgebung vorziehen.

    Genre-Größen stehen hier mehr oder weniger gleichwertig neben hoffnungsvollen Newcomer-Formationen aber auch Insider-Tipps, die man nicht unbedingt auf dem Radar hat. Obwohl die stilistische Ausrichtung überwiegend Anhänger von Death-, Black-, Thrash Metal und Grindcore anspricht, ist man mit Scheuklappen auf diesem Festival fehl am Platze. Denn gute Musik ist keine Frage des Stils und so wurde das Billing nicht nur in der Vergangenheit immer wieder durch vermeintliche Irrläufer musikalisch bereichert. Beispielhaft hierfür stehen die (ost-)deutschen Heavy Metal - Urgesteine Macbeth, die italienische Powermetal-Institution Skanners oder die deutsche Drone-Hoffnung The Great Cold. Nicht alltäglich ist auch die Kulisse des Festivals. So liegt das idyllische Gelände eingebettet in Wiesen-, Wald- und Heidelandschaften in unmittelbarer Umgebung zum Naturschutzgebiet Großer Teich, das vielfältige und artenreiche Lebensraumstrukturen bietet und u. a. wichtiges Brut- und Rückzugsgebiet für Vögel aber auch Biberhabitat ist. Das heutige Ausflugslokal bzw. das nebenerwerblich betriebene landwirtschaftliche Gut des Entenfangs kann auf eine rund fünfhundertjährige, bewegte Geschichte zurück blicken. Diese Umgebung verleiht dieser Veranstaltung einen sehr besonderen Charakter und der Chef-Organisator nimmt den Mund durchaus nicht zu voll, wenn man den Info-Text auf der Homepage des Festivals zitiert:

    "METAL IST FREIHEIT. Kommt zum IN FLAMMEN Open Air und lasst euch überraschen. Wer unser Gelände, gelegen zwischen Wiesen, Wäldern und der unter Bäumen stehenden Hauptbühne zum ersten Mal betritt, wird fühlen, dass „METAL ist Freiheit & No Commerce“ nicht nur Phrasendrescherei bedeutet. Wir erschaffen mit euch eine andere, neue Art Metal Festival!" Sowohl das Speisen- und Getränkeangebot sind überschaubar aber von guter Qualität und kommen aus der Region, die Preise angemessen und durchaus günstig. Ebenso verhält es sich mit dem Angebot beim Merch.

     

    Es gibt die bereits im Zitat erwähnte Hauptbühne sowie eine kleinere Zeltbühne, die abwechselnd bespielt werden. Der Clou ist jedoch, dass es zwischen Camping- und Bühnenbereich keinerlei Barrieren und auch keinen großen Backstage- oder VIP-Bereich gibt. Wenn man dann noch die liebevoll entlang der Auffahrt und auf dem Gelände drapierten, handgezimmerten und bemalten Holzkreuze sieht, dann begreift man, mit wieviel Hingabe diese Veranstaltung auf die Beine gestellt wird. Die Atmosphäre der Umgebung sowie die Leidenschaft und das Herzblut, mit dem hier alle bei der Sache sind überträgt sich einfach auf das anwesende Publikum, wie das Wochenende zeigen wird. Ich habe jedenfalls nur selten Veranstaltungen in dieser Größenordnung erlebt, bei denen es allerseits so entspannt und gelassen zugegangen ist. Wenn es ein Pendant zum "Sanften Tourismus" in der Festival-Landschaft geben würde, das IN FLAMMEN OPEN AIR ist in vielen Belangen sehr nah dran an entsprechenden Idealen...