Protzen Open Air 2017
  • Protzen Open Air 2017
  • Puh, 20 Jahre Protzen Open Air, da lässt sich sogar der Deutsche Wetterdienst nicht lumpen. Mit seiner Unwetterwarnung für den Kreis Ostprignitz-Ruppin soll er am heutigen Anreisetag Recht behalten. Erste Vorboten machen sich bereits in Höhe Magdeburg auf der Warschauer Allee, besser bekannt als Autobahn 2, bemerkbar, als sei es der Leibhaftige höchst selbst, der mit jedem Kilometer den Himmel ein wenig mehr verfinstert und eine bleierne, alles erdrückende Schwüle unaufhaltsam durch die Lüftungsschlitze meines Gefährts zu schicken scheint. Auf dem letzten Viertel meiner bis dahin reibungslos verlaufenen Anreise wähne mich schon fast in Sicherheit und freue mich schon, mein Zelt vielleicht doch noch vor der großen Flut aufbauen zu können, als mich der Stau-Troll kurz vor dem Dreieck Werder erwischt, um mich danach unmittelbar in eine unheilvolle, schwarze Wetter-Wand zu treiben, in der Thor seinen Hammer ungestüm schwingt, Zeus Blitz um Blitz vom Olymp herab schleudert und Petrus sintflutartig seine Schleusen öffnet. Die letzten Kilometer auf der Autobahn werden zum Kampf mit den Elementen, der neben Fahrkunst auch die Vitalität der Bäume am Rande der Autobahn testet und die jahrelangen Planungen deutscher Siedlungswasserwirtschafts-Ingenieure mächtig auf die Probe stellt. Aber im Gegensatz zu den frühen Vögeln, welche sich seit den Morgenstunden auf dem Deadland-Gelände tummeln, befinde ich mich in meinem faradayschen Käfig wenigstens im Trockenen. Nach den letztjährigen Glutofen-Temperaturen nun also die Sintflut ausgerechnet zum Jubileum, denke ich mir noch, nachdem die Unwetter-Front vorüber gezogen ist und ich bei trockener aber kaum weniger grimmiger Witterung endlich das "Wohnzimmer" für die kommenden drei Tage erreiche. Ein schlechtes Omen? Weit gefehlt, das Wetter wird an diesem Wochenende zwar äußerst launisch und wechselhaft bleiben aber Crew, Bands und Fans kommen nicht nach Protzen, um Trübsal zu blasen, sondern um den Heavy Metal zu zelebrieren, zu feiern und zu huldigen. Und da ist für (schlechtes) Wetter nun mal kein Platz.

Voivod - Dimension Hatröss Re-Release

Voivod - Dimension Hatröss Re-Release

  • Auch das dritte und letzte Album, das VOIVOD über Noise veröffentlichten wird nun mit massig Bonusmaterial wiederveröffentlicht.

Voivod - Killing Technology Re-Release

Voivod - Killing Technology Re-Release

  • Die beteiligten Musiker selber beschreiben ´Killing Technology´ als ein sehr entscheidendes Album für VOIVOD. Dieser Hochkaräter wird nun wie ´Rrröööaaarrr´ und `Dimension Hatröss´ mit Tonnen von Bonusmaterial wiederveröffentlicht.

SEPULTURA - Machine Messiah

SEPULTURA - Machine Messiah

  • Vier Jahre Wartezeit haben endlich ein Ende. Und das ist im Hause Sepultura schon eine verdammt lange Zeit. Daher ist die Erwartung noch höher als sonst, zumal das letzte Werk oder besser gesagt die letzten beiden doch eher enttäuscht haben. Doch Sepultura wissen bei jedem Werk zu überraschen und mit neuen Arrangements aufzufahren, so auch jetzt anno 2017 mit "Machine Messiah"!

Party.San Open Air 2016
  • Party.San Open Air 2016
  • "Ich glaube die Ehrlichkeit ist es, was dieses Festival zu einem besonderen Festival macht. Es gibt zu viele kapitalgesteuerte Festivals. Da sind wir ein bischen anders aufgestellt. Und das wollen wir auch ganz bewusst so halten." Dieses Statement von Mitorganisator Mieze im MDR-Interview sagt eigentlich alles über das PARTY.SAN METAL OPEN AIR aus. Im Kontext zur Größe gibt es nach wie vor deutschlandweit keine vergleichbare Veranstaltung, bei der man einen so hohen Gegenwert für sein hart verdientes Geld bekommt, wie im thüringischen Schlotheim. Ein Gegenwert, der weit über den rein monetären Wert der gebotenen Leistung hinaus geht. Denn selbst nach rund 20 Jahren im Geschäft merkt man zweifelsohne, dass hinter den legitimen betriebswirtschaftlichen Interessen der Veranstalter immer noch jede Menge Herzblut und Idealismus steckt, um den Fans und Gästen, das Festival Jahr für Jahr so angenehm und entspannt wie möglich zu machen und nebenbei noch für Innovationen zu sorgen. So bietet man in diesem Jahr erstmals einen Whiskey-Pub an und hat die Möglichkeit der Zeltplatzreservierungen für Gruppen massiv ausgebaut. Doch bei allem Rahmenprogramm "bierernster" Feierwut des Publikums geht es am Ende immer noch in erster Linie um die Bands, Künstler und die Musik, sei es auf der Hauptbühne oder im Zelt, wo sich seit einigen Jahren vornehmlich der "Szene-Nachwuchs" die Klinkenstecker in die Hand gibt.

     

    Und das Line-Up bot auch in diesem Jahr einmal mehr so ziemlich alles, wonach sich Underground-Jünger auf einem Extrem-Metal-Festival dieser Größenordnung die Finger lecken. Doch der Reihe nach.

Protzen Open Air 2016
  • Protzen Open Air 2016
  • Ich bin grundsätzlich immer sparsam, wenn es um den Begriff "Kult" geht, aber das Protzen Open Air ist eine Veranstaltung, die zweifelsohne in diese Kategorie fällt. Klein, fein und fast versteckt im Nirgendwo der brandenburgischen Provinz, begeistert es die Metallerschaft jahrein, jahraus durch seine übersichtliche Größe, die großartige familiäre Atmosphäre zwischen Fans, Bands, Crew, Veranstaltern und nicht zu vergessen, durch die bunte Auswahl an schwermetallischen Szenegrößen und durchschlagskräftigen wie aufstrebenden, kleinkalibrigen Geschossen. Nicht zuletzt der erstmalige Ausverkauf des Festivals im vergangenen Jahr führte dazu, dass das Protzen in diesem Jahr schon lange im Vorfeld ausverkauft war. Aber das Protzen Open Air wäre nicht so etwas Besonderes, wenn nicht auch Kurzentschlossene innerhalb der "Familie" über all jene, denen durch berufliche oder private Gründe die Teilnahme an der alljährlichen Party verwehrt ist, mit ein wenig Glück und Spucke an die begehrten Tickets kommen können. Selbstverständlich zum Selbstkostenpreis und nicht zu Wucherpreisen.

Annihilator - Suicide Society

Annihilator - Suicide Society

  • Der König ist tot, lang lebe der König. Es schien fast so, als sei der Name Dave Padden, seines Zeichens Sänger und Gitarrist der vergangenen fünf Alben, mittlerweile untrennbar mit ANNIHILATOR verbunden, wie der von Mastermind Jeff Waters. Doch ersterer brachte den Bandvater durch seinen unverhofften Ausstieg aus persönlichen Gründen im vergangenen Jahr ordentlich in die Bredouille.

SLAYER - REPENTLESS

SLAYER - REPENTLESS

  • Die einzigen Fragen, die seit einigen Jahren im Raum standen oder zumindest seit dem Bekanntwerden, dass ein neues Album erscheinen würde, das waren: Werden Kerry und Tom den Tod von ihrem Freund Jeff persönlich als auch als Band verkraften? sowie Werden sich (mal wieder) Paul als auch Gary in das Bandgefüge so einbringen, dass es die Band nach vorne bringt? Wird es mit einem Songschreiber wie Kerry funktionieren? 2015 steht fest:
    JA, verdammte Scheiße, es funktioniert sogar hervorragend! 

Protzen Open Air 2015
  • Protzen Open Air 2015
  • protzenopenair2016

    Das Protzen Open Air erfreut sich Jahr für Jahr zunehmender Beliebtheit. War das Festival in Brandenburg zwischen Berlin und Neuruppin im letzten Jahr im Laufe des Samstags erstmals ausverkauft, so ging für die diesjährige Auflage bereits Ende April nüscht mehr: Ausverkauft!

Deraign - Purity In Violence (EP)

Deraign - Purity In Violence (EP)

  • Australien war bisher nicht wirklich bekannt für seinen Thrash Metal. Doch mit dem Debüt von DERAIGN könne sich das jetzt ändern, stehen die vier Australier doch für die kompromiss- und gnadenlose sowie oldschoolige Variante dieses Genres.

The Outer Limits - World Metal Domination

The Outer Limits - World Metal Domination

  • Den Kollegen Trillmich kann man bekanntlich nur selten erfreuen. Der Gedanke an seine geliebten VOIVOD zaubert ihm jedoch dann und wann mal ein verschmitztes Lächeln auf das stressgeplagte Expertengesicht. Vielleicht schaffen es dann auch die Bulgaren von THE OUTER LIMITS die Aufmerksamkeit unseres Hauptstadtkorrespondenten zu erregen, immerhin scheint man sich nach dem siebten Studiowerk der Kanadier benannt zu haben.

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