Ancient Bards - Origine (The Black Crystal Sword Saga Part 2)

CD Reviews, Ancient Bards - Origine (The Black Crystal Sword Saga Part 2)

For friends of Nightwish, Rhapsody of fire, Epica, Delain and Edenbrigde...so steht es auf der Homepage des
Plattenlabels Limb Music. Das betraf zwar die Ankündigung zum 2014 veröffentlichten Album "A new dawn ending", trifft aber auch für den nun erscheinenden Longplayer Nr.4 "Origine (The Black Crystal Sword Saga Part 2)" der Italiener wie die Faust aufs Auge!
Schon das Cover lässt erahnen, um was es sich bei dieser Band dreht: ANCIENT BARDS stehen für Symphonic Epic Bombast Power Metal. Labelchef Limb Schnoor hatte schon immer ein Händchen für Bands dieses Genreund veröffentlichte 1997 über sein noch junges Plattenlabel "Limb Music" das erste Album "Legendary Tales" der Italiener RHAPSODY, die die Metalwelt mit einer ganz neuen Spielweise aufmischten. Und wie in allen anderen Bereichen des Metal, sprangen weitere Bands auf den Symphonic Epic Zug auf. ANCIENT BARDS sind nun schon seit 2006 dabei und werden am 25.Januar mit Album Nr.4 "Origine - The Black Crystal Sword Saga Part 2" den Zug weiter auf Geschwindigkeit halten. Und das geht so: Eine tiefe Erzählerstimme, untermalt von symphonischen Klängen leitet mit dem Intro "Origine" die Saga ein. Es könnte auch genauso gut die Einleitung zu einem mittelalterlichen Schlachten-Epos sein, in dem die große Schlacht unmittelbar bevorsteht. Und mit "Impious Dystopia" beginnt dann diese Schlacht. Higspeed Symphonic Metal im Rhapsody-Style wo Sängerin Sara Squadrani alles geben muss und an einigen Stellen sogar von Growls unterstützt wird. Bei den Musikern von Ancient Bards tritt kein Zweifel auf, dass alle mit großer Wahrscheinlichkeit eine klassische Ausbildung genossen haben, so wie hier die Tonleitern rauf umd runter gespielt werden. Nach dem fulminanten Einstieg geht es in "Fantasy´s Wings" mit einem folkloristischen Songanfang in etwas ruhigere Gefilde. Auch "Aureum Legacy" ist ein ruhigerer getragener Song, der im Chorus eine mega Hookline hat. Das balladeske "Light" mit seinen eingängigen Melodiebögen könnte glatt aus der Feder von Avantasias´Tobias Sammet stammen.
"Oscurita " ...for friends of Nightwish...War hier wirklich nicht Toumas Holopaien von NIGHTWISH am Werk?
Der Song erinnert von den Orchester-Arrangements und auch stimmlich an das Imaginaerum-Album mit Anett Olzon, untermalt mit Growls â la Marco Hietala. "Titanism" geht dann wieder in die Rhapsody-Richtung: Fette Chöre, an Klassik angelehnte schnelle Melodien ohne Ende. "The Hollow" ist wieder ein ruhiger von Chorälen getragener Song. Mit "Home of the Rejects" wird noch einmal Fahrt aufgenommen, bis dann mit "The great Devide" die Saga mit der Erzählerstimme endet.
Eine fette Produktion und 10 Songs, die keine Schwächen aufweisen oder Langeweile aufkommen lassen, auch wenn die Stimme von Sara Squadrani in den hohen Passagen manchmal etwas am Limit erscheint. Die Vergleiche zu oben genannten Bands sind aber nicht von der Hand zu weisen, da ANCIENT BARDS dieses Genre auch nicht mehr neu erfinden können, sondern nur noch ihre eigenen Interpretationen dazu spielen können. Daher ist "Origine - The Black Crystal Sword Saga Part 2" musikalisch keine Neuentwicklung, aber trotzdem ein empfehlenswertes solides Werk.

Line Up

  Daniele Mazza – keyboards
Martino Garattoni – bass
Sara Squadrani – vocals
  Claudio Pietronik – guitar
Federico Gatti – drums
   
   
   

Tracklist

01. Origine
02. Impious Dystopia
03. Fantasy’s Wings
04. Aureum Legacy
05. Light
06. Oscurità
07. Titanism
08. The Hollow
09. Home of the Rejects
10. The Great Divide