Bloodbath - Survival Of The Sickest

CD Reviews, Bloodbath - Survival Of The Sickest

Seit 2014 erfreuen uns BLOODBATH alle vier Jahre mit einem neuen Longplayer. Regelmäßiger finden eigentlich nur Fußballweltmeisterschaften statt. Und es ist nach wie vor schön zu hören, dass sich die mittlerweile bei KATATONIA zumeist doch sehr zahm gebenden Jonas Renske und Anders Nyström hier so richtig austoben können. Mit dabei ist immer auch noch Nick Holmes von PARADISE LOST, der allerdings genrebedingt seine klaren Vocals zu Hause lassen musste.
Dementsprechend bietet auch „Survival Of The Sickest“ einen pittoresken Reigen old-schooligen Todesmetals, der in monolithischer Manier nur in Nuancen variiert. Es wird gebrettert und geholzt, als ob es kein morgen gäbe, bisweilen immer wieder unterbrochen durch düstere Infernalität ('Born Infernal'). In puncto Riffs scheint man es mit SLAYER oder OBITUARY aufnehmen zu wollen, in 'To Die' verleihen die Drums dem Song das ganz besondere Etwas.

Natürlich dürfen auch die groovigen Elemente nicht fehlen, das vorherrschende dynamische Tempo sorgt zudem noch für ein hohes Maß an energetischer Intensität ('Putrefying Corpse'). Die Leadgitarren toben sich ohne Rücksicht auf Verluste so richtig aus und Nick Holmes holt aus seiner Stimme alles raus und stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass es eine gute Idee war, ihn 2014 in die Band zu holen ('Tales Of Melting Flesh'). Etwas entschleunigter kommt dann naturgemäß der Rausschmeißer 'No God Before Me' daher, der sogar mit choralen Gesängen aufwarten kann.

Kurz: BLOODBATH haben mit ihrem neuen Longplayer „Survival Of The Sickest“ ein mehr als überzeugendes Death-Metal-Album der alten Schule erschaffen, das nicht nur eine monolithische Einheit und aus einem Guss ist, sondern in Puncto Dynamik, Brutalität und Infernalität seines Gleichen sucht. Ganz heißer Shit!
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