MACHINE HEAD - Øf Kingdøm And Crøwn

CD Reviews, MACHINE HEAD - Øf Kingdøm And Crøwn

MACHINE HEAD sind bei Studioalbum #10 angekommen. Seit 1991 existent, mit dem Debüt Burn My Eyes in der Metalwelt zu einer Konstante geworden. Privat besitze ich ich alles seit dem Debüt, das letzte Album Catharsis überzeugte mich nicht, so dass MACHINE HEAD zumindest von mir keinen Heller erhielten. Øf Kingdøm And Crøwn darf ich nun als Redakteur konsumieren und werde im Anschluss entscheiden, ob ich es mir auch kaufen werde. 
MACHINE HEAD sind als Band nun schon seit mehr als 30 Jahren präsent, für das Line-Up gilt die Dauerhaftigkeit nicht. Das Besetzungskarussell dreht sich um Robb Flynn. Das ist aber auch für andere zu Mastermind-zentrierten gewordenen Bands (z. B. MEGADETH, SOULFLY). Bei anderen sorgte erst der Tod eines Mitglieds für Aufgabe oder Neubesetzung (z. B. RUSH, ZZ Top). 
Wenigstens sind einige MACHINE HEAD Trademarks über die Zeit immer wieder auf den Alben zu finden, allen voran die mittels Vibratosystem der E-Gitarre erzeugten Squeels oder die Flageoletts (natürliche oder Pinch Harmonics).   
Nochmal das Line-Up aufgreifend: Bei MACHINE HEAD wird Matt Alston offiziell als Drummer geführt, die Schlagzeugspuren für Øf Kingdøm And Crøwn spielte Navene Koperweis (ANIMALS AS LEADERS, ENTHEOS, ANIMOSITY) ein. 
Da ausschließlich Bemusterungsmaterial vorliegend ist, lasse ich offen, ob es eben nur Studioarbeit "aus Gründen" war oder schon wieder ein Wechsel vollzogen wurde. 

Øf Kingdøm And Crøwn ist als einstündiges Konzeptalbum angelegt und besteht aus 13 Stücken, davon drei - Øverdøse, Assimilate und Terminus - als Interlude zu verstehen, während die anderen 10 "klassische" Lieder sind. Das Sujet geht von einem in der Zukunft liegenden Plot aus, der einem Ödland stattfindet, in welchem der Himmel purpurrot gefärbt ist. Im Wesentlichen geht um die Beziehung zwischen zwei Protagonisten nämlich Ares (gesprochen Aries und zu übersetzen mit Widder) und Eros (gesprochen Arrows, also übersetzt mit Pfeile). 
Ares als Hauptfigur wird durch Mord der Liebe seines Lebens (Amethyst) genommen. Er läuft Amok gegen die Sekte, die er für den Mord verantwortlich hält.  (Man könnte fast meinen, der Mord an Sharon Tate durch Mitglieder der Manson Family war hier die reale Basis für die Fiktion.). Eros auf der anderen Seite ist der Täter. Sein Mutter starb durch eine Überdosis Drogen, er radikalisierte sich, dreht durch und startet seinen eigenen Amoklauf. Im Detail beschreiben die Lyrics - so die MACHINE HEAD Homepage - die Verbindung beider Lebenslinien. 
Aufgrund nicht vorliegender Texte geht eine Exegese nicht tiefer. Wer ist gut, wer ist böse? Wessen Motive zum auslöschenden Amok sind berechtigt? Wird es einen Sieger geben? Finden beide ihr Seelenheil?
 
Musikalisch ist das alles sehr spannend und dynamisch komponiert und arrangiert. Die Geschichte startet sehr ruhig mit dem episch langen Slaughter The Matyr. MACHINE HEAD lassen sich gut 3 min Zeit, bis sie das Marschtriebwerk zünden. Der Refrain, im Chor vorgetragen, entwickelt seinen Reiz. Die Nachfolgenden beiden Nummern sind sehr treiben. Øverdøse beschreibt den Tod der Mutter Eros'. My Hand Are Empty ist ein Lied zwischen Härte und Leichtigkeit. Unhalløwed ist im ersten Abschnitt getragen, ab der Hälfte sich steigernd dabei das Urprungsmotiv beibehaltend. Diese Gegenüberstellung bleibt - abgesehen von Assimilate - bei Kill Thy Enemies und Nø Gøds, Nø Masters erhalten. Bløødshøt und Røtten sind durchgängig treibende Metalnummern. Terminus leitet zum hymnenhaften Schlusssong Arrøws In Wørds Frøm The Sky über, im groben Aufbau des Arrangements eine auf gut die Hälfte gekürzte Version von Slaughter The Martyr, aber ohne hier musikalische Motive zu kopieren. 

Gassenhauer wie Davidian, Block, Ten Ton Hammer, Spine und The Blood, The Sweat, The Tears finden sich zwar nicht auf dem Album, dennoch kann Øf Kingdøm And Crøwn getrost als sehr gelungenes Album bewertet werden. 
Und ich werde es mir gerne kaufen.

Line Up

Robb Flynn - Gesang, Gitarre
Waclaw "Vogg" Kiełtyka - Gitarre
Jared MacEachern - Bass, Backgroundgesang
Navene Koperweiss - Schlagzeug (Studio)

(Matt Alston - Schlagzeug gem. aktuellem Line-Up)

Tracklist

01 Slaughter The Martyr
02 Chøke Øn The Ashes Øf Yøur Hate
03 Becøme The Firestørm
04 Øverdøse
05 My Hands Are Empty
06 Unhalløwed
07 Assimilate
08 Kill Thy Enemies
09 Nø Gøds, Nø Masters
10 Bløødshøt
11 Røtten
12 Terminus
13 Arrøws In Wørds Frøm The Sky

Version mit Bonustracks
14 Exterøceptiøn
15 Arrøws In Wørds Frøm The Sky [Acoustic]
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