Soilwork - Verkligheten

CD Reviews, Soilwork - Verkligheten

Nach 3 Jahren Wartezeit ist es nun endlich da: Soilworks 11. Werk mit dem Titel "Verkligheten". Mit 12 neuen Songs und dem neuem Drummmer Sebastian Thusgaard geht es am 11. Januar in die große weite Welt.
Aber was gibt es Neues im Hause Soilwork?
Wer eine Fortsetzung von "The Ride Majestic" erwartet, wird in seinen Erwartungen nicht ganz erfüllt werden. Soilwork zeigen auf "Verkligheten", dass sie auch anders können als nur Knüppel aus dem Sack! Was aber nicht heißen soll, dass genau diese Elemente gar nicht mehr zum Einsatz kommen. Aber der Reihe nach. Es geht mit einem für Soilwork eher untypischen Intro los (welches zugleich auch den Albumtitel trägt), bevor es dann mit "Arrival" in altbekannter Manier voll eins auf die Zwölf gibt. Blaaaaaast!
Hier zeigt der erst 26 jährige Sebastian Thusgaard gleich, dass er Jens Verbeuren in Punkto Geschwindigkeit in nichts nachsteht. "Bleeder Despoiler" hat dann trotz des typischen Soilwork-Sounds schon zum Ende hin einen schönen melodischen Teil, der die ersten Veränderungen des neuen Songwritings zeigt. Den Anfang von "Full moon shoals" könnte man fast schon in den "normalen" Heavy-Sektor einordnen, untermalt von einem fast durchlaufenden Double-Bass und viel melodiösem Clean-Gesang inkl. dem Refrain, den man sofortmitsingen kann. Ein kleiner Ausflug in einen Blast-Part zum Ende des Songs darf natürlich nicht fehlen..."The Nurturing Glance" zeigt dann so richtig die neue Experimentierfreudigkeit. Nach einem Soilwork-typischen Intro wird die Strophe von einem 80er Jahre Gitarren-Riff getragten, welches man nicht erwartet hätte, was aber in der Auflösung zum sehr melodiösen Refrain passt wie die bekannte Faust aufs Auge. Und so geht es auch
für die weiteren Songs munter weiter: Interessante Stil-Kombinationen, die anfangs vielleicht ungwohnt sein mögen, aber  beim zweiten Hördurchgang durchaus Gefallen finden können. Als Fazit ist "Verkligheten" eine spannende Weiterentwicklung, die sicherlich nicht jedem eingefleischten Fan hunderprozentig gefallen wird.
Die Songs sind insgesamt melodiöser und zum Teil rockiger geworden, trotzdem versteht es die Band immer wieder ihre typischen Stilelemente einzubauen, sodass jeder Song das gewisse Soilwork-Gewand trägt. Püntlich zur Veröffentlichung am 11. Januar startet am gleichen Tag die Europatour mit Amorphis und Gästen.

Line Up

Björn "Speed" Strid - vocals
David Andersson - guitars
Sven Karlsson - keyboards
Sylvain Coudret - guitars
Bastian Thusgaard - drums

Tracklist

01. Verkligheten
02. Arrival
03. Bleeder Despoiler
04. Full Moon Shoals
05. The Nurturing Glance
06. When The Universe Spoke
07. Stålfågel
08. The Wolves Are Back In Town
09. Witan
10. The Ageless Whisper
11. Needles And Kin (feat. Tomi Joutsen/AMORPHIS)
12. You Aquiver