25. Jan. 2026 | Buch Rezensionen
Seit mittlerweile 30 Jahren (wenn auch mit Unterbrechungen) geistert Thor Joakimsson mit seinem Mørkeskye mittlerweile durch die Underground-Musikszenerie und verbreitet auch darüber hinaus über verschiedenen Trollgroll in Moll!
Der jüngste Streich des streitbaren und umtriebigen Sauerländers (bekannt aus Radio, Funk, Fernsehen, Deftone, Legacy, Trollmusic Label, Prophecy Productions und, und , und… - Anm. d. Verf.), den es mittlerweile ins Rheinland verschlagen hat, bildet eine verspätete „Jubiläums-Ausgabe“ mit der Schnapszahl 22.
Im Herbst 1995 erschien die erste Ausgabe seines Fanzines, in der u. a. neben Confusion Corporation, C.M.F., Dismal, Hel und Varix The Third And The Mortal gefeatured wurden. Ebenfalls 1995 veröffentlichten die Wegbegleiter von Night In Gales ihre Demo-CD „Sylphlike“. Selbige befinden sich nicht erst seit dem jüngsten Album „Shadowreaper“ in ihrem dritten Frühling und als Night In Gales ankündigten, „Sylphlike“ zum dreißigjährigen Jubiläum noch einmal neu aufzunehmen, war klar, dass der Kreis geschlossen werden musste. Insofern kommen Night in Gales nicht nur in den Genuss einer umfassenden Story, sondern auch des ersten Posters in der Mørkeskye-Geschichte. Auf der „B-Seite“ haben sich die Brasilianerinnen von Crypta diese Ehre nicht minder verdient, sie werden darüber hinaus mit einem umfassenden Live-Review gewürdigt.
Drudensang sind nicht nur in vielerlei Hinsicht eine Band der Stunde und Black Metal war immer Teil-Essenz des Mørkeskye. Insofern ist es nur logisch, dass die Bajuwaren sozusagen in den Genuss der aktuellen Titelstory kommen. Nicht nur ästhetisch und visuell verdient, sondern auch inhaltlich. Denn Schwarzmetall kann, darf und muss vielleicht auch heute noch oder mehr denn je „gefährlich“ sein!
(...)Black Metal ist Brauchtum, wenn er ernst gemeint ist. Er bewahrt die Dunkelheit, die die moderne Welt verdrängen will. Wenn wir Druden, Luzier, Geister oder den Teufel besingen, dann sind wir nicht Folkloristen, sondern Priester. Unsere Musik ist nicht Pflege, sondern Wiedererweckung. Ein toter Brauch ist wertlos – nur ein blutender lebt.(…)
Mit einer langen Story werden auch die Death-Cruster von Phantom Corporation um Leif Jensen gewürdigt. Mit den deutschen Grindcore-Urgesteinen Depression tauchen weitere persönliche Wegbegleiter von Thor einmal mehr in seinem Fanzine auf. Das gilt ebenso für Andreas Hedlund aka Vintersorg, der nicht nur mit „Vattenkrafternas Spel“ im vergangenen Jahr ein neues Album veröffentlicht hat, sondern der den Chef-Troll auf seinem Weg nicht nur begleitet, sondern über die Jahre nachhaltig inspiriert hat!
Mit den Melodic-Deathern von Fragments Of The Unbecoming geht es anlässlich von „Dawnbringer“ (2025) wiederum in den deutschen Underground, in dem viele etablierte Bands aus der zweiten Reihe seit einiger Zeit eine späte Anerkennung erfahren.
Frisch und unbedarft wird es mit Impurity, die mit „The Eternal Sleep“ im vergangenen Jahr in gewisserweise den Vogel und fast sogar ihre Landsmannen von Lik "(Necro") abgeschossen bzw. aus em Stand den Rang abgelaufen haben. Hier schickt sich eine weitere Band - geadelt von Skogsberg und Swanö - an, das Feuer von Entombed und Dismember in eine neue Ära zu überführen.
Ein einzelner Schwede, genauer gesagt Nicklas Rudolfsson, kommt weiterhin umfassend über sein Projekt Runemagick sowie das aktuelle Werk „Cycle Of The Dying Sun (Dawn Of Ashen Realms)“ zu Wort.
Mit Gegenentwurf, Undarth, Vendul oder Darben werden weitere „Talente entdeckt“.
Die Rezensionen sind wie immer sehr ausführlich gehalten, musikalisch seien hier besonders Nephasto hervorgehoben.
Auf die Kollegen vom Krachmanifest (#9) und vom Allerleirauh (#6) wird selbstverständlich verwiesen. Außerdem gibt’s ´nen Bericht vom Dark Dungeon Festival lll in Belgien sowie vom Gothic Literature Festival in Bacharach am Rhein.
Fazit:
Mørkeskye lebt! Auf die nächsten 33 Ausgaben! Prost, Thor!
Mørkeskye #22 ist wie folgt erhältlich:
Paypal: thor klammeraffe trollmusic punkt net
7,50 € für Ausgabe #22 inkl. unvers. Versand in Deutschland
9,00 € für Ausgabe #22 inkl. unvers. Versand ins Ausland
Einige Restexemplare von #20 und #21 sind ebenfalls noch erhältlich.
Mørkeskye #21 : 72 Seiten, Interviews u.a. mit Abigor, Gràb, Uprising, Abo Alsleben, Urisk u.v.m.
Mørkeskye #20 : 64 Seiten, 16 Interviews u.a. mit Hulder, Karner, Vinsta, Blazing Eternity u.v.m.