Zum Hauptinhalt springen

Killswitch Engage - Disarm the descent

| Kersten Lison | Musik Reviews

Die in Massachusetts beheimateten Hardrocker von KILLSWITCH ENGAGE sind zurück. Nach einer überaus turbulenten Zeit steht nun das sechste Album in den Läden, das auf den schönen Titel „Disarm the descent“ hört. Denn mit Jesse Leach kehrte zum einen der neue alte Sänger zurück, der über zehn Jahre nicht mehr mit der Band zu hören war. Zum anderen standen 2012 umfangreiche Konzerttourneen auf dem Plan. Höhepunkt waren sicherlich die Konzerte zum 10-jährigen Jubiläum des klassischen Longplayers „Alive or just breathing“, auf denen dieses Opus nicht nur vollständig gespielt wurde, sondern auch Hits aus den anderen „älteren“ Alben.

Könnte es eine bessere Vorbereitung für die Aufnahmen eines neuen Albums geben, wenn man sich der Stärken der anderen bewusst ist. Und somit ist es auch nur konsequent gewesen, dass „Disarm the descent“ in den Tourpausen aufgenommen wurde, denn so konnte man die gesamte Live-Energie in die neuen Songs einfließen lassen.

All das hört man dem neuen Werk auch an: Die Singleauskopplung 'In due time' kommt kraftvoll frisch und energetisch daher und stellt einmal mehr unter Beweis, dass die Wurzeln von KILLSWITCH ENGAGE im Metal, Hardcore und Punk liegen. Zu den Aktiva zählen auf jeden Fall die klaren Vocale von Jesse Leach, die im Wechsel mit dem gekreischten Parts den Songs eine große Variabilität verleihen. Klassische Gitarrensoli ('A tribute to the fallen'), mitreißende Melodien   sorgen für emotionales Licht, schmetternde Drums und Gitarrenriffs für düstere aggressive Dunkelheit, die allerdings am Ende immer ins Positive abzudriften scheint ('The turning point'). Nichts für schwache Gemüter ist das überwiegend hammerharte 'All that we have', überraschend hymnenhaft, aber nicht weniger metalhart ist das hitverdächtige 'Always'.

Kurz: Mit „Disarm the descent“ wird programmatisch der Abstieg tatsächlich entwaffnet, denn KILLSWITCH ENGAGE besinnen sich auf ihre neu gewonnenen Stärken und legen ein Album vor, das den Vergleich mit alten Meisterwerken keinesfalls zu scheuen braucht.

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren