Skeletal Remains

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Skeletal Remains

Das letzte Interview mit SKELETAL REMAINS endete damit, dass Chris hoffte, mal auf europäische Bühnen zu kommen. Dies gelang nun mit der ersten Tour der amerikanischen Todesmetaller. Nachdem am Abend zuvor Suicidal Tendencies überzeugt hatten, folgte nun der zweite Tag der L.A.-Festspiele in Berlin.

Hi Chris, wie geht es dir? Ich habe gelesen, dass ihr einige Gigs der letzten Fueled By Fire Tour abgesagt habt, weil du nach Hause musstest.

Ja, das war auf der Tour durch Südamerika. Ich hatte da familiäre Probleme und deshalb mussten wir einige Gigs absagen. Aber jetzt ist wieder alles OK und ich fühle mich gut.

Das ist schön zu hören. Gut waren ja auch die Reaktionen auf euer Debüt. Ward ihr von so viel Lob überrascht?

Ja, das ist wirklich alles sehr, sehr gut gelaufen. Die Rückmeldungen, die wir bekommen haben, waren wirklich sehr positiv. Das freut uns natürlich.

Habt ihr das erwartet, ihr habt ja sogar ein ganzseitiges Interview im Rock Hard gehabt.

Nein, eigentlich nicht.

Dann seid ihr sicherlich zufrieden mit der Arbeit, die FDA für euch macht.

Auf jeden Fall! Ohne FDA wären wir heute nicht hier. Wir sind mehr als zufrieden mit dem, was das Label für uns macht.

Sind die Reaktionen in eurer Heimat eigentlich genau so gut?

Nein. Ich denke, dass wir in Europa besser angenommen werden.

Liegt das daran, dass die Szene für den old school Death Metal dort nicht so groß ist?

Das ist sicherlich ein Punkt, aber die Rückmeldungen sind in Europa auch besser, weil die Musik hier mehr wertgeschätzt wird.

Und trotzdem wollt ihr Europa ausrotten, die Tour läuft ja unter dem Motto: „Extirpatig Europe Tour“. Habt ihr das Ziel erreicht?

(Lacht) Nein, hier sind alle echt nett zu uns, die bisherigen Shows liefen  super. Die Leute haben Spaß mit unserer Musik. Wir haben derartig gutes Feedback nicht erwartet. Wir sind jetzt fast eine Woche hier, ich glaube heute Abend ist die sechste Show der Tour.

Es ist ja eure erste Tour, wie verträgt denn deine Stimme die vielen Gigs ohne Pause?

Bisher ganz gut, es gab zum Glück noch keine Probleme.

Du singst ja eher kehlig, das stelle ich mir anstrengender vor als die tiefen Growls. Hast du irgendeine bestimmte Technik?

(Lacht) Nein, ich bin einfach im Training. Es war eigentlich gar nicht geplant, dass ich die Vocals übernehme. Wir haben einen Sänger gesucht und keinen gefunden, da bin ich dann halt ans Mikro gegangen. Ich mag Sänger in der Art von John Tardy gern und meine Stimme klingt halt so wie sie klingt.

Wie seid ihr an die aktuelle Tour mit Warhead und Blasphemy gekommen, kanntet  ihr die Bands vorher?

Zum Teil. Blasphemy kannte ich nicht. Aber ich kenne Dario von Warhead, der hat die Tour organisiert. Er war mal unser Fahrer als wir mit Fueled By Fire durch Europa getourt sind.

Das zeigt mal wieder, wie wichtig das metallische Netzwerk ist. Ihr seid hier ja als Headliner unterwegs. Ist euch das lieber als eine größere Band zu supporten? Da würdet ihr ja auch Leute erreichen, die noch gar nichts von euch gehört haben.

Das wäre natürlich auch super. Aber bisher läuft es auch so gut. Wir hatten gar keine großen Erwartungen an die Tour und sind nun positiv überrascht. Ich bin da nicht sicher, beides hat sicherlich seine Vor- und Nachteile.

Ihr spielt ja auch auf dem Party San. Wie geht es euch mit dieser Aussicht?

Man, wir freuen uns tierisch auf den Gig!

Gibt es denn Bands, die ihr als Fans anschauen werdet?

Ja sicher. Da spielen Venom, Carcass und Demonical, die werde ich mir mit Sicherheit ansehen. Es sind wirklich viele gute Bands da. Es ist eine Ehre die Bühne mit diesen Szenegrößen teilen zu können.

Spielen diese Bands eigentlich auch in den USA oder ist es schwer für euch, die europäischen Bands in eurer Heimat live zu sehen?

Ich habe Venom und Carcass noch nie gesehen. Es ist sicher schwerer diese Bands in den USA zu sehen. Umso mehr freuen wir uns, auf einem der besten Festivals der Welt zu spielen.

Gibt es eigentlich derartige Festivals in den USA? Ich kenne nur das Maryland Deathfest.

Nein, es gibt nur wenige. Da ist noch das Las Vegas Deathfest. Aber das Maryland Deathfest ist schon das einzige große Festival mit vielen bekannten Bands im Billing. Es ist leider nicht so wie hier, wo es jede Menge dieser guten Festivals gibt.

Zurück zum Party San. Ihr spielt am dritten Tag als erste Band auf der großen Bühne. Das ist ein harter Slot, denn das Publikum wird noch/schon relativ fertig sein. Würdet ihr es vorziehen später im Zelt zu spielen?

Puh, das ist eine schwere Frage. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass wir auf der kleinen Bühne im Zelt spielen. Ich hatte gehört, dass da eher die Newcomer auftreten. Auf der Mainstage zu spielen ist eine große Ehre für uns. Das hat uns wirklich überrascht. Ich weiß nicht, was mir lieber wäre. Ich freue ich einfach, dass wir auf dem Festival spielen.

Habt ihr denn schon neue Songs geschrieben?

Ja, bis jetzt haben wir schon sechs neue Songs fertig. Wenn wir von der Tour zurück sind, werden wir mit den Songwriting weitermachen Dann wollen wir wieder ins Studio gehen und hoffen, dass das neue Album Anfang nächsten Jahres rauskommt. Es wird wohl etwas technischer, aber im Großen werden wir unserem Sound treu bleiben.

Spielt ihr denn heute neues Material?

Ja, wir haben einen neuen Song in der Setlist.

Auf dem Demo und Debüt habt ihr euch Pestilence beziehungsweise Gorguts vorgeknöpft. Wird es auf dem zweiten Longplayer wieder eine Coverversion geben?

Wir denken gerade darüber nach und überlegen, ob wir das wieder machen sollten. Aber das ist noch unklar. Das wichtigste ist, dass das Album Anfang nächsten Jahres rauskommt. Wir werden versuchen, dann wieder in Europa zu spielen. Das ist der Platz, an dem wir sein wollen. Es läuft für uns hier wesentlich besser als in den USA.

Gilt das eigentlich nur für den Death Metal oder kommt auch der Thrash, den du mit Fueled By Fire spielst, hier besser an?

Ich spiele zwar nur in einer Thrash und Death Metal Band, aber ich habe den Eindruck, dass Musik hier insgesamt mehr gewürdigt wird. Die Fans sind hier einfach besser.

Was genau meinst du mit besser?

Es ist eine Frage der Einstellung. Sie wissen die Musik mehr zu schätzen. Sie setzten sich intensiver damit auseinander, es ist nicht so oberflächlich.

Willst du noch was loswerden?

 Danke an alle Fans, die uns unterstützen und an dich für das Interview.

Im Anschluss lieferten die Jungs einen fulminanten Gig und haben bewiesen, dass sie den Death Metal Spirit nicht nur auf Konserve verbreiten. Der neue Song macht Lust auf das nächste Album und das abschließende Pestilence-Cover Chronic Infection´ war besser als der gesamte letzte Gig der Holländer, den ich gesehen habe.

Line Up

Chris Monroy - Guitar/Vocals
Adrian Obregon - Guitar
Adrian Marquez - Bass
Christian Reyes - Drums

 

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