ARCH ENEMY - Covered In Blood

CD Reviews, ARCH ENEMY - Covered In Blood

Bereits im Dezember veröffentlichten ARCH ENEMY mit „Reason To Believe“ die erste Single zu ihrem neuen Album, das Mitte Januar erscheinen wird. Ganze 24 Covertracks beinhaltet der Langspieler. Doch ist das Coveralbum der Melodic Death Metal Urgesteine der passende Soundtrack für die dunkle Jahreszeit oder verschlimmert sich die Winterdepression beim Anhören noch?

Seit weit über einem Jahrzehnt verfolge ich als begeistertet Fan und Kritiker bereits die Entwicklung ARCH ENEMYS.  Zwar ist der musikalische Übervater Michael Amott in den letzten Jahren vom Songwriting her immer etwas kommerzieller, also poppiger und somit massentauglicher, geworden. Dennoch sind ARCH ENEMY nachwievor ein Garant für guten skandinavischen Metal. Gleich der erste Song der Platte lässt Gutes erahnen. „Shout“, das im Original von TEARS FOR FEARS ist, ist sowohl ordentlich hart als auch schön melodisch gespielt und durch die knallenden Gitarren zweifellos besser als das Original. Doch nicht nur Popsongs wurden auf dem Langspieler verarbeitet. Klassische Rock- und Metalhymnen wie JUDAS PRIESTS „Breaking The Law“ oder „Shadow On The Wall“ von MIKE OLDFIELD blieben nicht verschont. Letzterer ist übrigens mein persönlicher Anspieltipp. Ein Schmankerl ist natürlich, dass auch ältere Coversongs wie beispielsweise „The Book Of Heavy Metal“ zu finden sind, in denen Angela Gossow an den Vocals ist. Doch auch der erste Sänger ARCH ENEMYS Johan Liiva ist noch auf einigen Songs zu hören. Da wird man quasi sentimental! Leider stellt sich hier eine gewisse Redundanz ein, da die älteren Coversongs bereits auf früheren Alben als Bonustracks veröffentlicht wurden.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Album für jeden waschechten ARCH ENEMY Fan natürlich ein absolutes Must-have in der Plattensammlung ist. Dennoch sind die Coverversionen mit Alissa White-Gluz im Vergleich zu anderen Größen wie CHILDREN OF BODOMS „Skeletons In The Closet“  weitaus weniger spritzig, witzig und abwechslungsreich. Ein bisschen mehr Selbstironie oder gewagtere Songauswahl hätte nicht geschadet.

Tracklist

 1. Shout 

  2. Back to Back 

  3. Shadow On the Wall 

  4. Breaking The Law 

  5. Nitad 

  6. When the Innocent Die 

  7. Warsystem 

  8. Armed Revolution 

  9. Spräckta Snutskallar 

  10. The Leader (Of the Fuckin' Assholes) 

  11. City Baby Attacked by Rats 

  12. Warning 

  13. The Zoo

  14. Wings Of Tomorrow 

  15. The Oath 

  16. The Book of Heavy Metal 

  17. Walk In the Shadows 

  18. Incarnated Solvent Abuse 

  19. Kill With Power 

  20. Symphony of Destruction 

  21. Aces High 

  22. Scream of Anger 

  23. Starbreaker 

  24. The Ides of March