Wolfheart - King Of The North

CD Reviews, Wolfheart - King Of The North

WOLFHEART haben sich langsam aber sicher zu den Gralshütern des melodischen Death Metal entwickelt. Denn zum einen gibt es wenige Bands, die so zuverlässig auf hohem Niveau abliefern, zum anderen wird der bandeigene Sound immer in solch behutsamer Weise variiert, dass jeder Longplayer zwar ohne Zweifel den mitreißenden Signaturesound bietet, aber eben auch mit etwas genuin Besonderem aufwarten kann.

„King Of The North“ brilliert durch die gewohnte infernale Brachialität, durch die gewohnte brrachiale Dynamik ('Desolated Land') und durch die gewohnte düstere Melodiosität, also durch all das, was klassischer melodischer Todesmetal halt so braucht. Sehr schön zu hören in dem brutalen 'Cold Flame', für das man zudem Karl Sanders (NILE) gewinnen konnte. Neben der mitreißenden Ursprünglichkeit wird hier phasenweise auch so tief gegrowlt, dass man befürchten könnte, dass die Hölle zufriert.

Daneben bietet dieses Album aber auch ein Mehr an hintergründiger Symphonik ('The King'), die den Tracks wohldosiert eine intensive Festlichkeit verleihen. Vor dem Hintergrund, dass man sich thematisch mit dem geschichtlich-mythologischen Erbe des Nordens beschäftigt, kommt der Sound bisweilen auch etwas epischer daher. So wird den Klargesängen mehr Platz eingeräumt. Aber keine Angst, die Growls haben das Regiment noch nicht abgegeben. Stilbildend sind zudem die herrlich martialischen Gitarrensoli, die den Songs eine ungemeine atmosphärische Stimmung verleihen ('Headstones'). 'Fires Of The Fallen' besticht dann durch die festlichen, funeralen, aber auch versöhnlichen Choräle. Der Rausschmeißer 'Eternal Slumber' nimmt einen noch einmal mit auf eine Reise in das Auf und Ab der Düsternis, ein episches Opus im Kleinen ist der Opener 'Skyforger', auf dem Kracher 'Ancestor' durfte sich zusätzlich auch noch Jesse Leach (KILLSWITCH ENGAGE) austoben, etwas behaglicher schließlich kommt 'Knell' daher.

Fazit: WOLFHEART beweisen auf „King Of The North“, dass dem melodischen Death Metal mit der wohl dosierten Beigabe epischer, symphonischer und klargesanglicher Elemente eine ungeahnte Intensität und erfrischende Ursprünglichkeit abgetrotzt werden kann. Ein wahrhaft meisterliches Opus!


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